Neue Agenten in Copilot Chat für Word, Excel und PowerPoint
@-Mention statt Menü-Klick – und warum die Modellwahl zur Governance-Frage wird|
KI & COPILOT |
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Neue Agenten in Copilot Chat für Word, Excel und PowerPoint
Microsoft 365 Copilot · Stand 21.09.2026 · boddenberg.de
Executive Summary
Seit Juli 2026 musst du die Word-, Excel- und PowerPoint-Agenten nicht mehr aus einem Menü zusammensuchen. Du holst sie per @-Mention direkt in deinen Prompt im Copilot Chat, so wie du sonst einen Kollegen in einen Teams-Thread ziehst. Der Agent stellt Rückfragen, arbeitet mehrstufig, zeigt dir eine Vorschau und legt das Ergebnis als fertige Datei in OneDrive ab. Du verlässt die Chat-Oberfläche dafür kein einziges Mal.
Gleichzeitig hat Microsoft den Maschinenraum umgebaut. GPT-5.6 ist seit dem 24. Juli 2026 in berechtigten Tenants der Standard – und zwar automatisch, wenn niemand vorher widersprochen hat. Claude Sonnet 5 steht daneben für mehrstufige Dokumentarbeit bereit, läuft aber über einen Pfad, der außerhalb der EU Data Boundary liegt. Beides hängt an Schaltern im Microsoft 365 Admin Center, und beide Schalter sind keine reinen Datenschutzeinstellungen, sondern Funktionsschalter.
Das Kernthema für dich als Entscheider lautet deshalb nicht „Kann die KI das?“. Sie kann. Es lautet: Wer in deinem Haus hat eigentlich entschieden, welches Modell den Entwurf des Aufsichtsratsberichts zu sehen bekommt? Wenn die Antwort „Das hat sich am 24. Juli von selbst entschieden“ lautet, hast du Hausaufgaben.
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FAKTEN — Die drei Zahlen, die du dir merken solltest Für die Agenten brauchst du eine Microsoft-365-Copilot-Lizenz. Der Automatik-Termin für OpenAI-Modelle als Subprozessor war der 24.07.2026. Anthropic-Modelle sind in Tenants aus EU, EFTA und UK ab Werk deaktiviert und verlangen eine ausdrückliche, neue Entscheidung – alte Zustimmungen zählen nicht. |
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Worum geht es im Detail?
Die Agenten selbst sind nicht neu. Vorgestellt wurden sie im Februar 2026, allgemein verfügbar wurden die agentischen Fähigkeiten in Word, Excel und PowerPoint am 22. April 2026. Neu ist die Tür, durch die du sie betrittst. Vorher war das ein Klick durch das Tools- beziehungsweise Agents-Menü der Copilot-App, ein Kontextwechsel, ein Bruch im Gedankengang. Jetzt tippst du „@“, wählst den Agenten aus und formulierst weiter im selben Satz. Im August kam dazu noch ein „Add capabilities“-Menü, über das du Word-, PowerPoint- und Excel-Agent genauso wie Analyst und Researcher an einen Chat anheftest.
Das klingt nach Kosmetik, ist aber der Unterschied zwischen einem Werkzeug, das man benutzt, und einem Werkzeug, das man vergisst. Adoption scheitert selten an Fähigkeiten und fast immer an drei Klicks zu viel. Genau diese drei Klicks sind weg.

Abbildung 1: Der Weg vom @-Mention im Chat über Modellebene und Work-IQ-Grounding bis zur fertigen Datei in OneDrive.
Inhaltlich arbeiten die Agenten arbeitsteilig. Der Word-Agent entwirft, schreibt um, strukturiert neu und trifft den Ton; seit August kann Copilot ganze Abschnitte mit nachvollziehbaren Änderungsmarkierungen überarbeiten, statt dir kommentarlos einen neuen Text unterzuschieben. Der Excel-Agent greift direkt in die Mappe ein, von der Formel über die Tabelle bis zur Visualisierung, und führt seit dem 25. August auch Python-Code für Analysen und Transformationen aus – innerhalb der bestehenden Sicherheits- und Ausführungskontrollen. Der PowerPoint-Agent baut Folien inklusive Grafiken und respektiert dabei die Unternehmensvorlage, was in der Praxis wichtiger ist als jede Modellbenchmark.
Der eigentliche Hebel heißt Work IQ. Der Agent erfindet seinen Kontext nicht, sondern zieht ihn aus Dateien, Meetings, Chats und Geschäftsdaten, auf die du ohnehin Zugriff hast. Das ist die gute Nachricht und die unbequeme zugleich: Berechtigungen werden respektiert, aber schlecht gepflegte Berechtigungen werden jetzt zum ersten Mal wirklich ausgenutzt. Jede SharePoint-Bibliothek, die seit 2019 auf „Jeder im Unternehmen“ steht, ist ab sofort eine Wissensquelle. Im August kam immerhin ein Work-IQ-Schalter in der Chat-Oberfläche dazu, mit dem sich der Zugriff auf Unternehmensdaten gezielt steuern lässt.
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TIPP — Der Fünf-Minuten-Test vor dem Rollout Setz einen Testnutzer ohne Sonderrechte auf und lass ihn den Excel-Agenten nach der aktuellen Gehaltsbandbreite oder der Umsatzplanung fragen. Was er bekommt, ist exakt das, was deine Berechtigungsstruktur wirklich hergibt – nicht das, was im Berechtigungskonzept steht. Die beiden Ergebnisse unterscheiden sich erfahrungsgemäß erstaunlich deutlich. |
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Darunter liegt die Modellebene, und die hat sich im Juli und August spürbar verändert. GPT-5.6 wurde am 9. Juli als Subprozessor-Option ausgerollt und am 24. Juli in berechtigten kommerziellen Tenants automatisch aktiviert, sofern kein Administrator vorher unter Copilot, Einstellungen, „AI providers operating as Microsoft subprocessors“ auf „No users“ gestellt hat. Claude Sonnet 5 kam parallel in Copilot an, gedacht für agentische, mehrstufige Arbeit wie das Entwerfen von Dokumenten, das Auswerten von Mappen und das Bauen von Präsentationen. Seit dem 11. August lassen sich Anthropic-Modelle beim Bearbeiten mit Copilot in Word direkt auswählen, seit dem 25. August steht Sonnet 5 im Modellmenü mit einer höheren Standard-Reasoning-Stufe bereit.
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Oberfläche |
Was sie leistet |
Wo das Ergebnis landet |
Voraussetzung |
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Agent per @-Mention im Copilot Chat |
Dokument, Mappe oder Präsentation komplett aus dem Chat heraus erzeugen, inklusive Rückfragen und Vorschau |
Datei in OneDrive, danach Öffnen in der App |
Microsoft-365-Copilot-Lizenz |
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Agent Mode in Word, Excel, PowerPoint |
Mehrstufige Eingriffe im geöffneten Dokument: formatieren, umbauen, Visuals erzeugen, Daten transformieren |
Direkt im aktuellen Dokument |
Copilot, Microsoft 365 Premium oder Personal/Family |
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Klassischer Copilot-Bereich in der App |
Punktuelles Umformulieren, Zusammenfassen, Fragen zum offenen Dokument |
Im aktuellen Dokument |
Lizenzabhängig, seit 15.04.2026 eingeschränkt |
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Copilot Cowork |
Lange, mehrschrittige Routinen, seit August auch ereignisgesteuert ausgelöst |
Artefakte und Aufgaben |
Copilot-Lizenz |
Tabelle 1: Vier Wege zum selben Ziel – und die Frage, welchen du deinen Leuten tatsächlich beibringst.
Ein Detail aus dem April erklärt, warum die Chat-Variante plötzlich so wichtig ist: Am 15. April 2026 hat Microsoft den kostenlosen Copilot Chat in Word, Excel, PowerPoint und OneNote für unlizenzierte Nutzer in Tenants ab 2.000 Plätzen gestrichen. Kleinere Organisationen behalten einen Standardzugang. Was den unlizenzierten Nutzern in großen Häusern blieb, ist der abgesicherte Web-Chat – und eben die Word-, Excel- und PowerPoint-Agenten für die Erstellung aus dem Chat heraus. Die Tür, über die wir hier reden, ist für viele Anwender inzwischen die einzige, die noch offen steht.

Abbildung 2: Acht Termine des Jahres 2026, die den heutigen Zustand deines Tenants erklären.
Was sind Chancen? Was sind Risiken?
Die Chance ist schnell erzählt, weil sie sich messen lässt. Ein Vertriebsleiter, der bisher für den Monatsbericht drei Dateien öffnete, Zahlen in eine Vorlage kopierte und daraus Folien baute, beschreibt den Auftrag heute in zwei Sätzen im Chat. Der Agent fragt zurück, ob die Zahlen aus dem finalen oder dem vorläufigen Forecast stammen sollen – eine Rückfrage, die in der Kopierarbeit zuverlässig niemand gestellt hat – und liefert eine Mappe mit Abweichungsanalyse samt Diagramm. Aus einem halben Tag wird eine Viertelstunde plus Prüfzeit.
Die zweite Chance ist unspektakulärer und wertvoller: Konsistenz. Wenn der PowerPoint-Agent die Unternehmensvorlage respektiert und der Word-Agent den vorgegebenen Ton trifft, verschwindet ein Teil des Corporate-Design-Elends, gegen das jede Marketingabteilung seit Jahren erfolglos anmailt.
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WARNUNG — Vier Halluzinationen in einem Quartalsbericht sehen aus wie eine Meinung Die Agenten liefern gut formatierte, selbstbewusst formulierte Ergebnisse. Genau das macht Fehler teuer: Ein schlecht gesetzter Bezug in einer Excel-Mappe fällt auf, eine plausibel erfundene Kennzahl in einer schön gestalteten Folie nicht. Microsoft schreibt nicht ohne Grund in die eigene Dokumentation, dass generierte Dateien vor dem Teilen geprüft werden sollen. Wer das als Floskel liest, unterschreibt am Ende Zahlen, die niemand gerechnet hat. |
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Das größere Risiko ist aber regulatorischer Natur, und es hat einen Namen: EU Data Boundary. Anthropic-Modelle im Microsoft-365-Copilot-Umfeld sind davon derzeit ausgenommen. Wenn deine Leute Claude Sonnet 5 wählen, werden Prompt und Grounding-Daten außerhalb der EU-Infrastruktur verarbeitet – anders als bei den Standardmodellen. Deshalb sind Anthropic-Modelle in Tenants aus EU, EFTA und UK ab Werk deaktiviert, und deshalb reicht ein früheres Okay unter den eigenen Bedingungen von Anthropic nicht aus: Das neue Subprozessor-Konstrukt verlangt eine ausdrückliche, neue Entscheidung.
Und dann gibt es noch die Kategorie Risiko, die erst im Betrieb weh tut. „No users“ klingt nach einer sauberen, konservativen Wahl. Microsoft weist ausdrücklich darauf hin, dass damit auch Copilot-Funktionen wegfallen können, die auf diesen Modellen aufsetzen. Du schaltest also nicht nur einen Datenpfad ab, sondern potenziell Features, die deine Fachbereiche seit Wochen im Einsatz haben. Das ist ein Gespräch, das du lieber vorher führst als am Montag nach dem Change.
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Modell |
Vor allem in |
Stärke |
Ausgangszustand |
Datenraum |
|---|---|---|---|---|
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GPT-5.6 |
Word, Excel, PowerPoint, Chat, Cowork |
Standardmodell für die Breite der Aufgaben |
Seit 24.07.2026 in berechtigten Tenants automatisch aktiv |
OpenAI-Infrastruktur als Subprozessor |
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Claude Sonnet 5 |
Copilot in Word und PowerPoint, Cowork |
Agentische, mehrstufige Dokumentarbeit; seit 25.08. höhere Standard-Reasoning-Stufe in Word |
In EU, EFTA und UK ab Werk deaktiviert |
Außerhalb der EU Data Boundary |
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MAI-Image-2-Efficient |
Copilot in PowerPoint |
Schnelle Bilderzeugung für zügiges Iterieren an Folien |
Seit 01.07.2026 verfügbar |
Microsoft-Infrastruktur |
Tabelle 2: Modellwahl ist 2026 eine Compliance-Entscheidung mit Produktivitätsnebenwirkung, nicht umgekehrt.

Abbildung 3: Zwei Schalter im Admin Center entscheiden, in welchem Datenraum dein Entwurf verarbeitet wird.
Was müssen wir jetzt schon vorbereiten?
Fang bei den Schaltern an, nicht bei der Schulung. Öffne das Microsoft 365 Admin Center und sieh dir unter Copilot in den Einstellungen an, was bei den KI-Anbietern als Microsoft-Subprozessor tatsächlich steht. Nicht, was im Konzept steht. Es gibt zwei Ebenen: die globale Subprozessor-Einstellung, die alle Copilot-Erlebnisse umfasst, und die App-Ebene für Word, Excel und PowerPoint. Die globale Einstellung sticht die App-Ebene. In Tenants, die nach dem 25. März 2026 angelegt wurden, ist die App-Einstellung für Anthropic ab Werk aktiv – wer also einen jungen Tenant betreibt, sollte besonders genau hinsehen.
Zweitens: Hol die Datenschutzseite ins Boot, bevor die Fachbereiche es tun. Für den Anthropic-Pfad brauchst du eine eigene Bewertung, weil er außerhalb der EU Data Boundary liegt. Diese Bewertung sollte nicht mit „verboten“ enden, sondern mit einer Regel: für welche Datenklassen ja, für welche nein, und wer das im Zweifel entscheidet. Ein Pilot mit klar umrissener Nutzergruppe ist der richtige Rahmen; tenantweites Ausrollen ohne diese Vorarbeit ist es nicht.
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WICHTIG — Sensitivity Labels sind jetzt Teil der Produktionslogik Erzeugte Dateien erben automatisch die höchste Vertraulichkeitsstufe ihrer Quellen. Das ist ein Geschenk – vorausgesetzt, deine Quellen sind überhaupt klassifiziert. Ist deine Labeling-Landschaft löchrig, erbt das Ergebnis eben nichts, und du hast eine schöne neue Möglichkeit geschaffen, Vertrauliches unklassifiziert zu produzieren. |
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Drittens die Berechtigungen. Work IQ macht aus jeder vergessenen Freigabe eine aktive Wissensquelle. Bevor du die Agenten breit ausrollst, brauchst du eine Bestandsaufnahme der offenen SharePoint-Sites, der „Jeder“-Links und der Teams-Kanäle, in denen sensible Dinge besprochen wurden. Das ist unglamouröse Arbeit, aber es ist die Arbeit, die darüber entscheidet, ob dein Copilot-Projekt ein Produktivitätsthema bleibt oder ein Compliance-Thema wird.
Viertens die Lizenzen, und zwar ehrlich gerechnet. Die Agenten brauchen eine Microsoft-365-Copilot-Lizenz. Seit dem 15. April 2026 haben unlizenzierte Nutzer in großen Tenants den Copilot Chat in den Office-Apps verloren. Wenn deine Adoptionsstrategie bisher darauf beruhte, dass „alle ja irgendwie schon etwas haben“, ist diese Strategie tot. Parallel gibt es neue Business-Bundles mit enthaltenem Copilot, und für Security-Funktionen rund um Copilot Studio ist seit dem 1. Juli 2026 Agent 365 erforderlich – das gehört in dieselbe Rechnung.
Fünftens: Bring den Leuten das Rückfragen bei. Der größte Qualitätsunterschied liegt nicht im Modell, sondern darin, ob jemand dem Agenten sagt, aus welcher Quelle er die Zahlen nehmen soll. Zwei Stunden interne Schulung mit echten Beispielen aus dem eigenen Haus schlagen jede Modellumstellung.
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Prüfpunkt |
Wo |
Verantwortlich |
Bis wann |
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Zustand der Subprozessor-Schalter dokumentieren |
Microsoft 365 Admin Center, Copilot-Einstellungen |
Tenant-Administration |
Sofort |
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Datenschutzbewertung für den Anthropic-Pfad |
Datenschutzorganisation, Verfahrensverzeichnis |
Datenschutzbeauftragter mit IT |
Vor dem Pilot |
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Berechtigungs- und Freigabe-Audit |
SharePoint, OneDrive, Teams |
Collaboration-Betrieb |
Vor dem breiten Rollout |
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Labeling-Abdeckung prüfen |
Microsoft Purview |
Compliance |
Vor dem breiten Rollout |
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Lizenz- und Zielgruppenmodell aktualisieren |
Lizenzmanagement |
Einkauf mit IT |
Laufendes Quartal |
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Message Center als Prozess etablieren |
Microsoft 365 Message Center |
Service Owner |
Dauerhaft |
Tabelle 3: Sechs Punkte, die vor der ersten Schulungsfolie erledigt sein sollten.
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TIPP — Der billigste Frühwarnmechanismus, den du bekommen kannst Richte eine Regel ein, die Message-Center-Meldungen mit Modell-, Subprozessor- oder Data-Boundary-Bezug automatisch an Datenschutz und Service Owner weiterleitet. Der 24. Juli 2026 hat gezeigt, wie das Muster funktioniert: Funktionen kommen per Default, Widerspruchsfristen kommen als Fußnote. |
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Häufig gestellte Fragen
Brauche ich für die Word-, Excel- und PowerPoint-Agenten eine kostenpflichtige Copilot-Lizenz?
Ja. Für die Agenten in Copilot Chat ist eine Microsoft-365-Copilot-Lizenz erforderlich; ohne sie stehen sie nicht zur Verfügung. Zusätzlich kann es sein, dass dein Administrator den Zugriff auf Anthropic-Modelle erst freischalten muss, bevor du sie überhaupt auswählen kannst.
Wie rufe ich einen Agenten im Copilot Chat konkret auf?
Du tippst im Prompt ein @ und wählst den Word-, Excel- oder PowerPoint-Agenten aus, alternativ hängst du ihn über das Menü zum Hinzufügen von Fähigkeiten an den Chat an. Danach beschreibst du deinen Auftrag möglichst konkret, beantwortest die Rückfragen des Agenten, prüfst die Vorschau und speicherst das Ergebnis nach OneDrive.
Werden meine Daten bei Claude Sonnet 5 in der EU verarbeitet?
Nein. Anthropic-Modelle in Microsoft-365-Copilot-Angeboten sind derzeit von der EU Data Boundary ausgenommen, Prompts und Grounding-Daten werden außerhalb der EU-Infrastruktur verarbeitet. Genau deshalb sind sie in Tenants aus EU, EFTA und Großbritannien standardmäßig deaktiviert und erfordern eine bewusste Freigabe durch den Administrator.
Was passiert, wenn wir OpenAI-Modelle als Subprozessor abschalten?
Die Einstellung „No users“ verhindert die Nutzung von Modellen, die auf OpenAI-Infrastruktur laufen. Microsoft weist ausdrücklich darauf hin, dass dadurch einzelne Copilot-Funktionen nicht mehr verfügbar sein können – es ist also keine reine Datenschutzentscheidung, sondern auch eine Funktionsentscheidung.
Kann der Agent auf Dateien zugreifen, für die ich eigentlich keine Berechtigung habe?
Nein, die bestehenden Berechtigungen gelten unverändert. Praktisch bedeutet das aber, dass alles, worauf du formal Zugriff hast, nun leicht auffindbar wird – und genau deshalb sollten großzügige Altfreigaben vor einem breiten Rollout aufgeräumt werden.
Dieses Consulting-Dokument steht als PDF zum Download bereit: https://www.boddenberg.de/ArtikelPdf/copilot-agenten-in.pdf — © Ulrich B. Boddenberg · boddenberg.de











