Microsoft 365 Copilot: Neue Enterprise-Features August 2026
Copilot ist Infrastruktur — was sich im August still verändert hat|
KI & COPILOT |
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Microsoft 365 Copilot: Neue Enterprise-Features August 2026
Über fünfzig Änderungen in vier Wochen. Die spannenden stehen nicht im Marketing-Deck, sondern im Message Center — und einige davon haben sich selbst aktiviert, während du im Urlaub warst.
Executive Summary
Copilot ist aus der Pilotphase raus, ob dir das passt oder nicht. Microsoft meldet über 30 Millionen bezahlte Microsoft-365-Copilot-Seats, die Netto-Neuzugänge haben sich gegenüber dem Vorquartal mehr als verdoppelt, und die Zahl der Kunden mit mehr als 50.000 Seats ist gegenüber dem Vorjahr um den Faktor sieben gestiegen. Die wöchentliche Nutzung liegt laut Microsoft „auf Augenhöhe mit Outlook und Teams“. Übersetzt heißt das: Du betreibst kein Experiment mehr, du betreibst Infrastruktur. Und Infrastruktur ohne Governance nennt man in unserer Branche üblicherweise „Incident, der noch nicht passiert ist“.
Der August 2026 bringt drei Bewegungen gleichzeitig. Erstens eine breite Feature-Welle in Word, Excel, PowerPoint und vor allem in Cowork, das sich von einer netten Automatisierungsspielerei zu einer ernstzunehmenden Prozessplattform mausert. Zweitens Modellpluralismus: GPT-5.6 über OpenAI als frisch onboarded Subprozessor, daneben Claude Opus 5 und Claude Fable 5 in der Vorschau. Drittens — und das ist der Teil, der dein Budget interessiert — eine Neuordnung von Governance und Abrechnung rund um Agent 365, Copilot Credits und die neue Suite Microsoft 365 E7.
Die unangenehme Nachricht steht im Kleingedruckten: Mehrere dieser Änderungen greifen per Default. Der OpenAI-Subprozessor-Schalter hat sich am 24. Juli von allein eingeschaltet, sofern du nicht vorher aktiv widersprochen hast. Die mobile Meeting-Aufzeichnung ist standardmäßig an. AI-Meeting-Archive werden fünf Jahre aufbewahrt. Und die Kostenwarnungen, die du dir mühsam eingerichtet hast, hat ein Update im Cost Management stillschweigend gelöscht.
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FAKTEN AUF EINEN BLICK ▪ Über 30 Mio. bezahlte Microsoft-365-Copilot-Seats (Stand FY26 Q4). ▪ Microsoft 365 E7 „Frontier Suite“: 99 $/User/Monat — E5 + Copilot + Agent 365 + Entra Suite. ▪ Preisrunde zum 01.07.2026: E3 von 36 auf 39 $, E5 von 57 auf 60 $ je User/Monat. ▪ Copilot Credits: Pay-as-you-go ca. 0,01 $ je Credit, Capacity Pack 25.000 Credits ≈ 200 $/Monat. ▪ Pre-Purchase (P3): 1 $ entspricht 100 Credits, gestaffelter Rabatt bis rund 20 Prozent. ▪ Agent 365: seit 01.05.2026 allgemein verfügbar, seit 01.06.2026 nur mit E5 als Grundlage. |
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Worum geht es im Detail?
Die Office-Welle: Copilot lernt endlich Handwerk
Die spannendste Excel-Neuerung heißt @theme-design. Du rufst sie im Copilot-Chat innerhalb der Mappe auf, und Copilot legt eine abgestimmte Farbpalette über das Blatt, formatiert die Diagramme und strukturiert das Layout so um, dass die wichtigen Zahlen tatsächlich ins Auge springen. Das klingt nach Kosmetik, ist aber der erste ernsthafte Versuch, das Problem zu lösen, dass jedes zweite Controlling-Sheet aussieht wie ein Unfall auf der Autobahn. Dazu kommt Power-BI-Grounding: Copilot arbeitet gegen die zugrundeliegenden Report-Daten und respektiert dabei die bestehende Row-Level-Security. Das ist der Unterschied zwischen „Copilot erzählt Prosa über Zahlen“ und „Copilot rechnet mit den Zahlen, die dieser Nutzer sehen darf“. Und AutoSave darf endlich aus sein — willkommen in der Realität von Menschen, die ihre Arbeitsmappen nicht bei jedem Tastendruck an dreihundert Kollegen ausliefern wollen.
PowerPoint bekommt das Skills-Muster, das aus der Agenten-Welt herüberschwappt: wiederkehrende Arbeitsweisen landen als SKILL.md-Dateien in OneDrive und lassen sich von dort teilen. Damit wird aus „Frau Schneider weiß, wie unsere Quartals-Decks gebaut werden“ eine versionierbare Datei — und aus einem Personenrisiko ein Berechtigungsthema. Word wiederum kann seit dem 11. August im Web auch mit Anthropic-Modellen arbeiten, baut Inhaltsverzeichnisse, Kopf- und Fußzeilen, Seitenzahlen und Fußnoten und fasst per Catchup zusammen, was sich seit deinem letzten Besuch im Dokument geändert hat. Klingt banal. Ist es nicht, wenn dein Vertragsdokument achtzehn Reviewer hat.
Cowork: aus dem Assistenten wird ein Prozess
Der eigentliche Sprung passiert in Copilot Cowork. Bisher liefen Cowork-Tasks nach Zeitplan — nett für den Montagsreport, unbrauchbar für echte Prozesse. Seit August gibt es ereignisgesteuerte Tasks: Ein Event tritt ein, der Task läuft los. Dazu kommt eine automatische Modellauswahl, damit Cowork nicht für jede Kleinigkeit das teuerste Modell anwirft, ein erweiterter Plugin-Katalog, Skill-Authoring direkt im Customize-Tab, Unterstützung im Edge-Browser, Nutzung der Unternehmens-Templates aus PowerPoint sowie Benachrichtigungen für Freigaben und Abschlüsse. Und Computer Use, das vorher im Frontier-Programm im Researcher steckte, ist nach dessen Beerdigung zum 1. Juli in Cowork umgezogen — auf Consumption-Billing, versteht sich.
Damit hast du zum ersten Mal einen Automatisierungsstack im Microsoft-365-Tenant, der ohne Power Automate, ohne Entwickler und ohne Change-Ticket auskommt. Das ist genau so großartig und so gefährlich, wie es klingt.

Grafik 1: Der Copilot-Stack im August 2026 — Erlebnis, Orchestrierung, Modelle, Kontext und Abrechnung, umspannt von Agent 365, Entra Agent ID und Purview.
Modellpluralismus und der Subprozessor, über den keiner reden wollte
Am 23. Juni 2026 ist OpenAI auf der Liste der Microsoft-Online-Services-Subprozessoren aufgetaucht. Am 9. Juli erschien der zugehörige Schalter im Admin Center, zunächst deaktiviert. Am 24. Juli wurde er für alle berechtigten Kunden automatisch eingeschaltet, sofern niemand vorher aktiv „keine Nutzer“ gesetzt hatte. Nachzulesen in MC1422074. Microsoft betont, die Modelle liefen innerhalb der EU Data Boundary und unter denselben Product Terms und dem Data Protection Addendum wie bisher. Der Haken steht einen Absatz weiter unten: OpenAI-Modelle, die über OpenAI als Subprozessor ausgeliefert werden, sind derzeit von den In-Country-Processing-Zusagen ausgenommen. Wer seinem Datenschutzbeauftragten also im letzten Jahr eine Deutschland-Zusage unterschrieben hat, sollte diesen Absatz sehr aufmerksam lesen. Parallel steht Claude Opus 5 zur Verfügung, freischaltbar pro Nutzer oder Gruppe, und Claude Fable 5 läuft als Vorschau in Cowork — standardmäßig aus, und mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass Prompts und Antworten bei Anthropic vorgehalten werden.
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WARNUNG — DIE SCHALTER, DIE SICH SELBST UMLEGEN Drei Änderungen aus dem Sommer 2026 greifen ohne dein Zutun. Wer sie erst im Audit entdeckt, führt ein unangenehmes Gespräch: ▪ OpenAI als Subprozessor: seit 24.07.2026 automatisch aktiv (MC1422074). Prüfe den Schalter im Admin Center und dokumentiere die Entscheidung. ▪ Mobile Meeting-Aufzeichnung: Copilot Mobile nimmt Präsenzmeetings standardmäßig auf, Audio landet in OneDrive des Nutzers samt Transkript (MC1437679). Abschaltbar per Intune App Configuration Policy. Dein Betriebsrat wird begeistert sein. ▪ AI-Meeting-Archive: .meeting-Dateien mit KI-Zusammenfassung landen in tenant-eigenem SharePoint Embedded, für Nutzer unsichtbar, mit fünf Jahren Standard-Aufbewahrung (MC1429018). Rollout im September — jetzt ist der letzte ruhige Moment zum Nachdenken. ▪ Und dein Cost Management hat beim Update alle bestehenden Ausgabenwarnungen gelöscht (MC1435850). Die Rechnung merkt sich das nicht von allein. |
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Governance holt auf — teilweise
Auf der Habenseite hat Microsoft im August ordentlich nachgelegt. Der Admin Agent ist allgemein verfügbar und verwaltet Nutzer, Lizenzen, Dienstzustand und Störungssuche direkt im Admin Center; er fragt vor schreibenden Aktionen nach und respektiert RBAC. Das Multi-Tenant-Agent-Management steht in der Public Preview und gibt Dienstleistern endlich einen konsolidierten Agenten-Bestand über alle betreuten Tenants hinweg, inklusive Tenant-Switcher ohne separate Admin-Konten. Eine Agent-Access-Heatmap zeigt, auf welche Sites deine Agenten wie häufig zugreifen — das ist die Kennzahl, die dir sagt, ob dein Berechtigungskonzept hält oder ob Copilot gerade die Gehaltsliste indiziert. Purview deckt seit August auch Cowork-Aktivitäten ab, es gibt Vision-Controls für Bildschirm- und Kamerafreigabe und in der Public Preview eine DLP-Kontrolle, die externe E-Mails aus Copilot heraushält, um Prompt Injection über eingehende Nachrichten zu erschweren.
Nicht alles hält, was angekündigt wird: Die im Juli angekündigte Möglichkeit, Domains vom Web-Grounding auszuschließen, wurde am 4. August wieder zurückgezogen. Wenn du sie in deinem Konzept stehen hast, streich sie raus. Und zum 18. August ist die Copilot-App von m365.cloud.microsoft auf copilot.cloud.microsoft umgezogen, mit neuen Kontoindikatoren, einem grünen Schild für Entra-Arbeitskonten und automatischer Weiterleitung — es sei denn, deine Firewall hat andere Pläne. Angekündigt ist außerdem die Konsolidierung von Copilot Chat, Cowork und GitHub Copilot in eine gemeinsame Anwendung noch in diesem Quartal.

Grafik 2: Der Fahrplan von Mai bis Oktober 2026. Rot markiert die Termine, an denen etwas ohne dein Zutun passiert oder passiert ist.
Was sind Chancen? Was sind Risiken?
Die Chance ist konkret und sie heißt nicht „Produktivität“, sondern „Wiederholbarkeit“. Ereignisgesteuerte Cowork-Tasks plus Skills als Dateien plus Power-BI-Grounding mit Row-Level-Security ergeben zusammen etwas, das es vorher nicht gab: einen Prozess, der auf ein Ereignis reagiert, nach einer dokumentierten Methode arbeitet und dabei nur die Daten sieht, die er sehen darf. Ein Praxisbeispiel aus einem Fertigungsbetrieb mit gut 900 Mitarbeitern: Der monatliche Lieferantenbericht war ein Ritual aus vier Stunden Copy-Paste, verteilt auf zwei Kolleginnen im Einkauf. Heute triggert der Abschluss der Wareneingangsbuchung einen Cowork-Task, der die Abweichungen aus dem Power-BI-Modell zieht, das Deck aus der Unternehmensvorlage baut und den Entwurf zur Freigabe schickt. Der Einkauf prüft jetzt, statt zu tippen. Die vier Stunden sind auf vierzig Minuten geschrumpft — und die Qualität ist besser geworden, weil niemand mehr die Zelle mit dem falschen Vorzeichen übersieht.
Die zweite Chance ist banal, aber sie zahlt sich sofort aus: Die automatische Modellauswahl in Cowork ist gelebte Kostensteuerung. Nicht jede Zusammenfassung braucht das teuerste Modell. Wer das seinen Fachbereichen erklärt, spart mehr als jede Lizenzverhandlung hergibt.
Die Risiken kommen aus derselben Quelle. Erstens Schatten-Agenten: Wenn jeder Fachbereich Skills schreiben und Cowork-Tasks auf Events legen kann, entsteht innerhalb von Wochen eine Automatisierungslandschaft, die niemand inventarisiert hat. Genau dafür gibt es Agent 365 und Entra Agent ID — aber nur, wenn du sie einsetzt. Zweitens die Kostenkurve: Credits werden verbraucht, während niemand hinschaut. Ein Kunde von mir hat den ersten Cowork-Monat mit dem Satz kommentiert, das sei ja erstaunlich günstig gewesen. Im zweiten Monat, nach der Freigabe für die zweite Abteilung, klang das anders. Ohne Team-Level-Spend-View und funktionierende Alerts ist das ein Blindflug — und die Alerts hat dir das August-Update ja gerade gelöscht. Drittens die Compliance-Zeitbombe: Standardmäßig aufgezeichnete Präsenzmeetings und fünf Jahre unsichtbare .meeting-Archive sind in Deutschland kein Feature, sondern ein Tagesordnungspunkt für die Mitbestimmung. Viertens die Volatilität: Die zurückgezogene Domain-Exclusion zeigt, dass Roadmap-Einträge keine Zusagen sind. Baue keine Architektur auf Features, die noch nicht in deinem Tenant laufen.
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MERKE Der Copilot-Seat deckt den Menschen. Copilot Credits decken die Maschine. Wer den Rollout nach Köpfen plant und die Agenten vergisst, plant die halbe Rechnung. Und die GitHub-Copilot-Harness-Nutzung ist vom Microsoft-365-Copilot-Seat ausdrücklich nicht gedeckt. |
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Was müssen wir jetzt schon vorbereiten?
Fangen wir mit dem an, was ein Datum hat. Die Microsoft-365-E7-Promotions laufen zum 1. Oktober 2026 aus; qualifizierende Abschlüsse sind noch bis zum 30. September möglich, gestaffelt als 10 Prozent auf ein Jahr, 15 Prozent auf ein Jahr oder 15 Prozent auf drei Jahre. Wenn E7 für dich ohnehin die Zielarchitektur ist — weil du E5, Copilot, Agent 365 und die Entra Suite sowieso brauchst —, dann ist der September der letzte Monat, in dem du darüber verhandelst statt bezahlst. Rechne aber ehrlich: 99 $ pro Nutzer und Monat sind für eine Organisation, in der zweihundert von zweitausend Leuten wirklich agentisch arbeiten, kein Schnäppchen, sondern ein Denkfehler. Das ist eine Segmentierungsaufgabe, keine Rabattaufgabe.
Zweiter Block: Budget und Transparenz. Baue deine gelöschten Ausgabenwarnungen neu auf, und zwar in jeder einzelnen Spending Policy — das neue Cost-Management-Dashboard und die Team-Level-Spend-Sicht machen das erträglich. Lege pro Fachbereich ein Credit-Budget fest, bevor du Cowork freigibst, nicht danach. Und mach dir klar, wie der Pool funktioniert: Seit Juni 2026 zählt derselbe Credit für Cowork, Copilot Studio, Work-IQ-APIs, Dynamics-365-Agenten, Microsoft Foundry und Microsoft Fabric aus einem gemeinsamen Tenant-Topf.

Grafik 3: Seat, Pool und Verbraucher. Der gemeinsame Credit-Topf speist seit Juni 2026 sechs verschiedene Workloads — die GitHub-Harness zahlst du extra.
Dritter Block: Governance, und zwar vor dem Rollout. Inventarisiere deine Agenten über Agent 365 und gib jedem eine Entra Agent ID, damit deine bestehenden Conditional-Access-Richtlinien, Auditing und Compliance-Werkzeuge auch für Agenten greifen — genau darin liegt der eigentliche Wert des Konstrukts, denn du musst nichts Neues erfinden. Achte darauf, dass eine Agent-365-Lizenz beim Nutzer zugewiesen sein muss, damit du dessen Agent-Aktivität und Risiko-Insights überhaupt sehen kannst. Aktiviere die Purview-Abdeckung für Cowork, schau dir die DLP-Kontrolle gegen externe Mails in der Preview an und setze die Vision-Controls, bevor jemand im Kundentermin den Bildschirm teilt.
Vierter Block: die kleinen Dinge, die dich sonst am Montagmorgen erwischen. Gib copilot.cloud.microsoft in Proxy, Firewall und Conditional Access frei, sonst landet die halbe Belegschaft nach der Weiterleitung auf einer Fehlerseite. Setze eine Intune App Configuration Policy gegen die mobile Meeting-Aufzeichnung, falls du die Mitbestimmung nicht vorher geklärt hast. Und prüfe die Aufbewahrungseinstellung für die .meeting-Archive, bevor der September-Rollout kommt — fünf Jahre sind eine lange Zeit für etwas, das deine Nutzer nicht sehen können.
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TIPP — DIE 30-TAGE-CHECKLISTE In dieser Reihenfolge abarbeiten. Wer bei Punkt eins anfängt, schläft am 30. Tag besser: ▪ OpenAI-Subprozessor-Schalter prüfen, Entscheidung dokumentieren, Datenschutz informieren. ▪ Ausgabenwarnungen in allen Spending Policies neu anlegen und testen. ▪ Agenten-Inventar über Agent 365 ziehen, Entra Agent IDs vergeben, Besitzer benennen. ▪ Agent-Access-Heatmap auswerten: Welche Sites indiziert Copilot, die er nicht sollte? ▪ Intune-Policy für mobile Meeting-Aufzeichnung setzen, Betriebsrat einbinden. ▪ Retention für .meeting-Archive vor dem September-Rollout festlegen. ▪ copilot.cloud.microsoft in Netzwerk- und Zugriffsrichtlinien freigeben. ▪ E7-Business-Case rechnen und bis 30.09. entscheiden — oder bewusst nicht. |
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Häufig gestellte Fragen
Muss ich Microsoft 365 E7 kaufen, um Agenten produktiv zu betreiben?
Nein. E7 für 99 $ pro Nutzer und Monat bündelt E5, Microsoft 365 Copilot, Agent 365 und die Entra Suite in einer SKU und lohnt sich, wenn du diese vier Bausteine ohnehin flächendeckend brauchst. Mit E5 kannst du Agent 365 auch als eigenständiges Add-on kaufen, brauchst dann aber eine funktionierende Identitäts-, Security- und Purview-Basis; unter E3 ist Agent 365 gar nicht verfügbar.
Was genau ist ein Copilot Credit und wann verbrauche ich einen?
Ein Copilot Credit misst die Arbeit, die ein Agent für einen Turn leistet: Informationen abrufen, ein Tool aufrufen, einen Flow starten oder generative KI bemühen. Pay-as-you-go kostet ungefähr 0,01 $ je Credit, ein Capacity Pack mit 25.000 Credits liegt bei etwa 200 $ im Monat, und rein manuelle, nicht-generative Konfiguration verbraucht gar nichts.
Sind meine Daten mit OpenAI als Subprozessor noch EU-konform?
Die OpenAI-betriebenen Modelle laufen innerhalb der EU Data Boundary und unterliegen den Microsoft Product Terms sowie dem Data Protection Addendum. Sie sind derzeit allerdings von den In-Country-Processing-Zusagen ausgenommen — wenn du also gegenüber Fachbereich oder Aufsicht eine Verarbeitung ausschließlich in einem bestimmten Land zugesichert hast, musst du den Schalter deaktivieren oder deine Zusage anpassen.
Wie verhindere ich, dass Copilot Mobile jedes Meeting mitschneidet?
Die Aufzeichnung von Präsenzmeetings in der Copilot-Mobile-App ist standardmäßig aktiviert; das Audio landet mit Transkript und Insights in OneDrive des jeweiligen Nutzers und erbt dessen Berechtigungen und die Purview-Governance. Abschalten lässt sich das zentral über eine Intune App Configuration Policy — in Deutschland üblicherweise, bevor der Betriebsrat davon erfährt und nicht danach.
Lohnt es sich, Cowork-Automatisierungen jetzt schon breit auszurollen?
Fachlich ja, organisatorisch nur mit Leitplanken. Ereignisgesteuerte Tasks, Skill-Authoring und Computer Use machen Cowork erstmals zu einer echten Prozessplattform, aber die Nutzung wird verbrauchsbasiert abgerechnet und die entstehenden Agenten brauchen Besitzer, Budget und Inventar. Starte mit zwei bis drei klar umrissenen Prozessen pro Bereich, miss den Credit-Verbrauch vier Wochen lang und skaliere erst danach.
Dieses Consulting-Dokument steht als PDF zum Download bereit: https://www.boddenberg.de/ArtikelPdf/copilot-ist-raus-aus-der-pilotphase-und-deine-schalter-legen-sich-jetzt-von-selbst-um.pdf — © Ulrich B. Boddenberg · boddenberg.de
