Consulting Briefing: Thema des Tages
Neues Copilot-Dashboard im Microsoft-365-Admincenter bündelt alle KI-FädenConsulting Briefing – Copilot im Cockpit:
Die neue Copilot-Landingpage im Microsoft-365-Admincenter
Wer heute Copilot in Microsoft 365 ausrollt, kennt das Problem:
Lizenzen sind gebucht, die ersten Teams sind begeistert – und trotzdem fühlt sich das Ganze an wie Fliegen im Nebel. Wer nutzt was, wie intensiv, und passt das zur Governance?
Genau hier setzt die neue Copilot-Landingpage im Microsoft-365-Admincenter an. Sie soll das „Cockpit fürs Copilot-Cockpit“ sein: eine zentrale Ansicht für Erfolg, Risiken und Stellschrauben rund um Copilot.
Was ist die neue Copilot-Landingpage eigentlich?
Im Microsoft-365-Admincenter gibt es inzwischen einen eigenen Menüpunkt „Copilot“. Dort steckt nicht mehr nur Lizenzzuordnung, sondern eine komplette Einstiegsseite, die Ihre Copilot-Reise zusammenfasst.
Die überarbeitete Landingpage liefert unter anderem:
-
Erfolgsmetriken auf einen Blick
Aktive Copilot-Benutzer, Nutzungstrends über 7/30/90/180 Tage, Verteilung über Apps und Szenarien (Chat, Agents, M365-Apps). -
„Usage“-Ansicht
Fokus auf Adoption: Wer benutzt Copilot wirklich, in welchen Workloads, wie entwickelt sich das über die Zeit? Die Daten basieren auf den Copilot-Nutzungsberichten im Admincenter. -
„Security“-Ansicht
Ein Sicherheits-Pivot, das mit Purview zusammenhängt: Wie gut sind Sensitivity Labels, DLP und andere Schutzmechanismen in den Bereichen umgesetzt, in denen Copilot arbeitet? -
Verknüpfung zu Einstellungen und Szenarien
Direkt von der Landingpage springen Sie in zentrale Schalter:-
User Access für Copilot in Admin Centern, Chat und Apps
-
Pay-as-you-go für Copilot Chat
-
Self-Service-Kauf für Copilot
-
Agents, AI-Provider und weitere Szenarien
-
Kurz gesagt: Statt zehn Untermenüs und drei PowerShell-Skripte gibt es einen zentralen Einstieg, der Zahlen, Einstellungen und Security-Perspektive zusammenführt.
Wie hilft die Seite bei Governance?
Copilot ist kein weiteres „Feature an/aus“, sondern eine Strategie-Entscheidung. Die Landingpage unterstützt diese Governance-Entscheidung gleich an mehreren Stellen:
-
Transparenz statt Bauchgefühl
Die Usage-Perspektive zeigt, ob Ihre Governance überhaupt wirkt:-
Haben nur die vorgesehenen Pilotteams Nutzung?
-
Gibt es Bereiche, die plötzlich massiv auf Copilot setzen, obwohl sie noch gar nicht offiziell im Rollout sind?
-
-
Security-by-Design kontrollieren
Über den Security-Pivot sehen Sie, ob Ihre Purview- und DLP-Strategie dort sauber ist, wo Copilot loslegt. Wenn in bestimmten Bereichen sensible Daten ohne Labels auftauchen, ist das ein ziemlich deutliches Governance-Alarmzeichen. -
Richtlinien technisch verankern
Im Copilot-Bereich des Admincenters hängen Governance-Regeln direkt an Schaltern und Richtlinien:-
Wer darf Copilot überhaupt nutzen?
-
Dürfen Benutzer sich Lizenzen selbst kaufen (Self Service) oder nur testen?
-
Welche Admins bekommen Copilot in den Admin Centern – und welche explizit nicht?
-
So wird aus PowerPoint-Governance („Wir sollten mal…“) tatsächliche Steuerung („Wir haben es konfiguriert, wir messen es, wir passen es an“).
Lizenznutzung im Griff: Vom Blindflug zur Kostensteuerung
Copilot ist nicht billig – das ist kein Geheimnis. Die Landingpage plus die detaillierten Copilot-Nutzungsberichte helfen, die Lizenzseite zu beherrschen:
Typische Fragen, die Sie damit beantworten können:
-
Wie viele meiner lizenzierten Benutzer nutzen Copilot überhaupt aktiv?
-
Welche Bereiche sind Heavy User – und wo liegen Lizenzen nur rum?
-
Wo lohnt sich ein Upgrade auf Voll-Lizenzen, wo reicht eventuell ein Pay-as-you-go-Modell?
Darauf können Sie Prozesse setzen wie:
-
Monatliches Lizenz-Review:
Nicht aktive Benutzer identifizieren, Lizenzen umverteilen oder abbestellen. -
Pilot- und Rollout-Controlling:
Wurde eine Pilotgruppe mit 100 Lizenzen versorgt, sollten Sie nach vier Wochen sehen: Sind eher 20 oder eher 80 davon wirklich aktiv? -
Kosten-Nutzen-Analyse:
Copilot-Nutzung mit Fachbereichszielen abgleichen (z. B. weniger Durchlaufzeit in Angeboten, geringere Ticketzahlen im Service Desk).
Einordnung in Microsofts Copilot-Strategie
Microsoft baut Copilot gerade zur zentrale Plattform aus – und die Landingpage im Admincenter ist die Admin-Seite dieser Geschichte:
-
Ein eigener Copilot-Menüpunkt im Admincenter bündelt Management, Insights und Szenarien.
-
Es gibt einen Copilot Dashboard in Viva Insights, der Chat-Nutzung und Adoption tenantweit auswertet – die Landingpage ist dazu der Einstieg auf Adminseite.
-
Mit Copilot für Administratoren gibt es einen eigenen Admin-Agent, der auf diese Daten und Konfigurationen zugreift – Sie können also zunehmend in natürlicher Sprache fragen, was früher drei Reports und fünf Klickpfade brauchte.
Strategisch bedeutet das:
Copilot ist kein „Add-on“, sondern wird genauso selbstverständlich wie Exchange Online oder Teams in die Verwaltungsoberflächen eingebettet. Wer hier seine Governance im Griff hat, bestimmt, ob Copilot ein kontrollierter Produktivitäts-Booster oder ein teurer Experimentierkasten wird.
Typische Use Cases für Admins
Was fangen Sie nun ganz konkret mit der neuen Landingpage an? Einige praxisnahe Szenarien:
-
„Preflight-Check“ vor einem Rollout
-
Security-Pivot prüfen: Sind die relevanten Datenbereiche mit Labels, DLP und Richtlinien ausgestattet?
-
Prüfen, ob Self-Service-Käufe und Pay-as-you-go zur Rolloutstrategie passen.
-
-
Pilotphase überwachen
-
Usage-Pivot beobachten: Steigt die Zahl der aktiven Copilot-Benutzer in der Pilotgruppe wie geplant?
-
Heavy-User identifizieren und als Power User / Champions einbinden.
-
-
Skalierung in die Fläche
-
Lizenzen schrittweise erweitern und Adoption über die Usage-Daten steuern.
-
Abgleichen, ob neue Bereiche wirklich Copilot nutzen oder nur auf dem Papier lizenziert sind.
-
-
Regelmäßiges „Copilot-Health-Check“ fürs Management
-
Einmal im Monat Zahlen aus der Landingpage ziehen, mit den Viva-Copilot-Dashboards kombinieren und in einem knappen Management-Report visualisieren.
-
Welche Kennzahlen und Prozesse sollten Unternehmen aufsetzen?
Die Landingpage liefert die Rohdaten – Sie bauen daraus Ihr Steuerungsmodell. Sinnvolle Kennzahlen können sein:
-
Copilot-Lizenzabdeckung
Anteil der Benutzer mit Copilot-Lizenz in den priorisierten Fachbereichen. -
Aktive Copilot-Benutzer
Anteil der lizenzierten Benutzer, die Copilot in einem Zeitraum (z. B. 30 Tage) tatsächlich verwenden. -
Szenario-Nutzung
Verteilung der Nutzung nach Apps: z. B. Copilot in Word, PowerPoint, Teams, Outlook, Chat. -
Adoption pro Einheit
Vergleich nach Abteilung, Region oder Rolle – wo „zündet“ Copilot, wo muss nachgeschult oder besser erklärt werden? -
Security-Reifegrad im Copilot-Kontext
Anteil der Copilot-relevanten Datenräume mit Labels, DLP und klaren Zugriffskonzepten.
Darauf setzen Sie Prozesse wie:
-
Monatliches Copilot-Governance-Meeting
IT, Security, Fachbereiche und ggf. Datenschutz schauen gemeinsam auf die Landingpage-Daten und leiten Maßnahmen ab. -
Quartalsweise Bereinigung der Lizenzlandschaft
Nicht aktive Benutzer identifizieren, Lizenzen umverteilen, pay-as-you-go-Modelle anpassen. -
Fortlaufendes Enablement
Bereiche mit niedriger Nutzung, aber hohem Potenzial identifizieren und gezielt mit Schulungen, Use-Case-Sammlungen und Best Practices versorgen.
Fazit: Kein Zauber, aber endlich ein vernünftiges Cockpit
Die neue Copilot-Landingpage im Microsoft-365-Admincenter wird nicht automatisch Ihre KI-Strategie retten – aber sie nimmt den Blindflug aus der Gleichung.
Statt „Wir glauben, Copilot wird schon genutzt“ sehen Sie:
-
Wer nutzt Copilot wirklich?
-
Zu welchen Bedingungen?
-
Wie gut ist der Sicherheitsrahmen?
-
Und passen Kosten, Lizenzen und Nutzen zueinander?
Damit wird Copilot vom schicken KI-Gadget zu einem regulären, steuerbaren Service in Ihrer Microsoft-365-Landschaft.
Der Rest bleibt wie immer: klare Ziele, saubere Governance, ein wenig Humor im Projektteam – und ein Admincenter, das nicht mehr als Feind, sondern als Verbündeter auf dem Weg zur produktiven KI gilt.