Die Microsoft-Copilot-Landkarte 2026

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Stand: 30. September 2026 · Lesezeit: etwa 14 Minuten

Die Microsoft-Copilot-Landkarte 2026

Fünf Schubladen, drei Fragen – Ordnung im Copilot-Zoo

Die Microsoft-Copilot-Landkarte 2026. Welcher Copilot ist welcher?

„Copilot haben wir schon.“ Diesen Satz höre ich im Erstgespräch ungefähr so oft wie „Unser AD ist eigentlich ganz aufgeräumt“. Und beide Sätze stimmen ungefähr gleich häufig. Auf Nachfrage stellt sich dann heraus: Gemeint ist die Copilot-Taste auf dem neuen Notebook des Geschäftsführers. Oder der kostenlose Copilot Chat, den sowieso jeder hat. Oder der private Copilot, den der Vertriebsleiter mit seinem Hotmail-Konto füttert. Mit Microsoft 365 Copilot hat das alles ungefähr so viel zu tun wie ein Bobbycar mit einem Mercedes.

Das Problem ist hausgemacht: „Copilot“ ist bei Microsoft längst kein Produkt mehr, sondern ein Markenaufkleber. Er klebt auf Chat-Apps, Lizenzen, Agentenbaukästen, Security-Werkzeugen, Entwickler-Tools und sogar auf einer Taste der Tastatur. Dieser Artikel sortiert den Zoo. Am Ende weißt du, welcher Copilot welche Daten sieht, wer ihn bezahlt, wer ihn verwaltet und wo die Kostenfallen liegen.

Fakten auf einen Blick (Stand: September 2026)

Copilot ist eine Marke, kein Produkt. Über ein Dutzend Microsoft-Angebote tragen den Namen, mit völlig unterschiedlichen Lizenzen, Datenzugriffen und Verwaltungswegen.

Copilot Chat ist für Nutzer mit Entra-ID und berechtigtem Microsoft-365-Abo ohne Aufpreis enthalten. Er arbeitet mit Webwissen, nicht automatisch mit deinen Unternehmensdaten.

Microsoft 365 Copilot kostet als Add-on 30 USD pro Nutzer und Monat, Copilot Business für Tenants bis 300 Nutzer 21 USD. Beide greifen über Microsoft Graph auf Mails, Dateien, Chats und Kalender zu.

Microsoft 365 E7 („Frontier Suite“) bündelt seit dem 1. Mai 2026 E5, Microsoft 365 Copilot, Entra Suite und Agent 365 für 99 USD pro Nutzer und Monat.

Copilot Cowork ist seit Juni 2026 allgemein verfügbar, setzt eine Copilot-Lizenz voraus und wird zusätzlich über Copilot Credits nach Verbrauch abgerechnet.

Alle Preise sind US-Listenpreise. Euro-Preise und Rabatte über Rahmenverträge weichen ab.

 

Warum Copilot eine Landkarte braucht

Microsoft hat 2023 begonnen, praktisch alles, was mit generativer KI zu tun hat, unter dem Namen Copilot zusammenzufassen. Aus Marketingsicht war das clever: eine Marke, ein Gesicht, eine Geschichte. Aus Sicht eines IT-Leiters, der ein Budget beantragen, einen Betriebsrat überzeugen und eine Datenschutz-Folgenabschätzung schreiben muss, ist es eine Katastrophe. Denn hinter dem gleichen Namen stecken Produkte, die sich in genau den Punkten unterscheiden, auf die es ankommt.

Ich sortiere deshalb jeden Copilot mit drei Fragen. Erstens: Welche Daten sieht er? Nur das öffentliche Web oder auch dein Postfach und deine SharePoint-Bibliotheken? Zweitens: Wer bezahlt ihn? Ist er im bestehenden Abo drin, gibt es eine Pauschale pro Nutzer oder wird nach Verbrauch abgerechnet? Drittens: Wer verwaltet ihn? Der Microsoft-365-Admin, das Security-Team, die Fachabteilung oder am Ende niemand? Mit diesen drei Fragen lassen sich alle Copilots in fünf Schubladen packen.

Übersicht der Microsoft-Copilot-Landkarte 2026 mit fünf Schubladen: Privat, Arbeitsplatz, Agenten, Fach-Copilots und Hardware

Die fünf Schubladen der Copilot-Welt und die drei Fragen, mit denen du jeden Copilot einordnest

Schublade

Typische Produkte

Datenzugriff

Abrechnung

1 Privat

Copilot-App, Copilot in Windows und Edge, M365 Personal/Family

Web, privates Microsoft-Konto

kostenlos oder Privat-Abo

2 Arbeitsplatz

Copilot Chat, Microsoft 365 Copilot, Copilot Business, E7

Web oder zusätzlich Microsoft Graph

inklusive, Pauschale pro Nutzer, Suite

3 Agenten

Copilot Studio, Agent 365, Copilot Credits

je nach Agent und Konnektor

überwiegend nach Verbrauch

4 Fach-Copilots

Security Copilot, Dynamics 365, Power Platform, Fabric, Azure, GitHub Copilot

Daten des jeweiligen Fachprodukts

eigene Lizenzmodelle

5 Hardware

Copilot+ PC, Copilot-Taste

lokal auf dem Gerät

Gerätepreis, keine Lizenz

 

Schublade 1: Der private Copilot

Das ist der Copilot, den Microsoft im Fernsehen bewirbt: die Copilot-App für Windows, macOS, iOS und Android, die Webseite copilot.microsoft.com, der Copilot in Edge und Bing. Seit 2026 hängt er organisatorisch in einer eigenen Copilot-Sparte von Microsoft AI, zusammen mit Edge und Bing. Dazu kommen die KI-Funktionen in den privaten Abos Microsoft 365 Personal und Family, für die Microsoft den Preis angehoben hat.

Für Unternehmen ist diese Schublade vor allem aus einem Grund interessant: Sie ist das Einfallstor für Schatten-KI. Der private Copilot läuft mit einem privaten Microsoft-Konto, unterliegt nicht deinen Richtlinien und landet trotzdem munter auf Firmenrechnern. Wer da Angebotstexte, Kundenlisten oder den Entwurf der Betriebsvereinbarung hineinkippt, hat die Daten aus deinem Einflussbereich verabschiedet.

Warnung: Gleiches Logo, anderer Vertrag

Der private Copilot und der Unternehmens-Copilot sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Entscheidend ist, mit welchem Konto sich der Nutzer anmeldet. Nur mit dem Arbeitskonto aus Entra-ID gelten der Unternehmensdatenschutz und deine Compliance-Einstellungen. Kläre das in der KI-Richtlinie ausdrücklich und prüfe, ob du die private Anmeldung auf verwalteten Geräten technisch unterbindest. Eine Checkliste dafür findest du unter Schatten-KI-Governance.

 

Schublade 2: Copilot am Arbeitsplatz

Hier spielt die Musik, hier liegt das Geld, und hier entstehen die meisten Missverständnisse. Die Arbeitsplatz-Schublade hat vier Etagen, die sich vor allem in einer Frage unterscheiden: Darf der Copilot in deine Unternehmensdaten schauen oder nicht?

Copilot Chat: der Gratis-Copilot mit Haken

Copilot Chat bekommt jeder Nutzer mit Entra-ID und einem berechtigten Microsoft-365-Abo ohne Aufpreis. Er steckt in der Microsoft-365-Copilot-App, in Teams, Outlook und im Browser. Er arbeitet mit dem Sprachmodell und der Web-Suche, und er kann mit Dateien umgehen, die du ihm ausdrücklich gibst. Was er nicht tut: von sich aus in dein Postfach, deine Teams-Chats und deine SharePoint-Bibliotheken greifen.

Der Haken steckt im Kleingedruckten. Agenten lassen sich auch im Copilot Chat nutzen, und die dürfen durchaus auf Unternehmensdaten zugreifen. Die werden dann aber nach Verbrauch abgerechnet, über ein Azure-Abonnement oder Copilot Credits. Wer Copilot Chat als „kostenlose Copilot-Lösung“ ausrollt und die Agenten freischaltet, bekommt irgendwann eine Rechnung, mit der keiner gerechnet hat.

Microsoft 365 Copilot: der mit dem Schlüsselbund

Microsoft 365 Copilot ist die Lizenz, die den Unterschied macht. Sie kostet als Add-on 30 USD pro Nutzer und Monat und setzt ein berechtigtes Microsoft-365-Abo voraus. Der entscheidende Unterschied zum Chat heißt Graph-Grounding: Microsoft 365 Copilot sucht sich zu jeder Frage passende Mails, Dokumente, Chats und Termine über Microsoft Graph zusammen, gefiltert durch die Berechtigungen des Nutzers. Genau das macht ihn nützlich, und genau das macht ihn gefährlich.

Vergleich Grounding zwischen Copilot Chat und Microsoft 365 Copilot mit Datenzugriff und Berechtigungsfiltern.

Copilot Chat arbeitet mit Webwissen, Microsoft 365 Copilot zusätzlich mit allem, was der Nutzer in Microsoft Graph sehen darf

Mit der Lizenz kommt ein ganzer Werkzeugkasten, der inzwischen weit über „schreib mir eine Mail“ hinausgeht. Researcher und Analyst erledigen Recherchen und Datenanalysen über mehrere Schritte, Researcher liefert seine Ergebnisse auf Wunsch als PowerPoint, PDF oder Audio-Zusammenfassung. Copilot Notebooks und Pages bündeln Quellen und Entwürfe. In Word, Excel und PowerPoint arbeitet Copilot agentisch, er plant also mehrstufige Aufgaben und setzt sie selbst um. Die Copilot-App hat seit September 2026 einen gemeinsamen Startpunkt für Chat und Cowork, die Office-Apps direkt eingebaut und mit „Code“ einen Bereich, in dem Nutzer eigene kleine Lösungen bauen.

Spannend für alle, die sich mit KI-Governance beschäftigen: Microsoft 365 Copilot ist längst nicht mehr nur ein OpenAI-Produkt. Seit Mai 2026 steht dort unter anderem Claude Opus 4.8 von Anthropic zur Auswahl. Welche Fragen das für Datenschutz und Auftragsverarbeitung aufwirft, beleuchte ich im Kompetenzbereich Claude im Unternehmen.

Copilot Business: der Mittelstandstarif

Seit dem 1. Dezember 2025 gibt es für Tenants mit höchstens 300 Nutzern auf einem Business-Plan eine eigene Variante: Copilot Business für 21 USD pro Nutzer und Monat, mit dem vollen Copilot-Funktionsumfang. Für den klassischen Mittelständler mit Business Premium ist das der naheliegende Einstieg. Die Grenze von 300 Nutzern ist allerdings hart. Wer knapp darunter liegt und wächst, sollte den Wechsel auf die Enterprise-Welt gleich mitdenken.

Microsoft 365 E7: die Frontier Suite

Die neueste Etage ist Microsoft 365 E7, die „Frontier Suite“, seit dem 1. Mai 2026 erhältlich. E7 ist ein Bündel aus E5, Microsoft 365 Copilot, Entra Suite und Agent 365 für 99 USD pro Nutzer und Monat. Gegenüber dem Einzelkauf spart das rund 18 USD pro Nutzer und Monat, zumal E3 und E5 zum 1. Juli 2026 teurer geworden sind. Die Rechnung geht aber nur auf, wenn du alle vier Bestandteile wirklich für alle Nutzer brauchst. Wer E7 für die ganze Belegschaft kauft, damit 20 Leute Copilot bekommen, hat keinen Rabatt gewonnen, sondern Geld verbrannt.

Kriterium

Copilot Chat

Microsoft 365 Copilot / Copilot Business

Preis

ohne Aufpreis im berechtigten M365-Abo

30 USD Add-on bzw. 21 USD bis 300 Nutzer

Datenbasis

Web, vom Nutzer übergebene Dateien

Web plus Microsoft Graph (Mails, Dateien, Chats, Kalender)

Copilot in Word, Excel, PowerPoint, Outlook, Teams

eingeschränkt

voll, inklusive agentischer Funktionen

Teams-Besprechungen zusammenfassen

nein

ja

Researcher, Analyst, Notebooks

eingeschränkt oder nicht enthalten

enthalten

Agenten mit Unternehmensdaten

nach Verbrauch

teilweise enthalten, darüber hinaus nach Verbrauch

Oversharing-Risiko

gering

hoch, wenn Berechtigungen nicht sauber sind

 

Entscheidungsbaum zur Wahl der richtigen Copilot-Lizenz basierend auf Nutzerzugriff und Anforderungen.

Entscheidungsbaum für die Lizenzfrage, ohne Anspruch auf Vollständigkeit bei Sonderverträgen

Kostenfalle: Die Lizenz ist nur die Eintrittskarte

Copilot Cowork, das agentische System, das Aufgaben von Anfang bis Ende selbst erledigt, braucht eine Microsoft-365-Copilot-Lizenz. Die eigentlichen Aufgaben werden aber zusätzlich über Copilot Credits abgerechnet. Das ist wie im Club: Der Eintritt ist bezahlt, die Getränke kosten extra, und am Ende des Abends wundert sich jemand über den Deckel.

Microsoft stellt dafür im Microsoft 365 Admin Center ein Kosten-Dashboard mit Budgets bereit. Nutze es vom ersten Tag an und leg Budgets fest, bevor die Fachabteilungen Cowork entdecken. Details zur Abrechnung findest du im Lizenzierungsleitfaden für Copilot Credits.

 

Schublade 3: Agenten bauen und steuern

Die dritte Schublade ist die Werkstatt. Copilot Studio ist der Baukasten, mit dem Fachabteilungen und Entwickler eigene Agenten bauen: vom FAQ-Bot für die Personalabteilung bis zum Agenten, der Bestellungen im ERP anlegt. Studio wächst mit jeder Release-Welle, und es ist die Stelle, an der Copilot und die Power Platform ineinanderlaufen. Mehr zur technischen Tiefe steht im Beitrag über Copilot Studio für Entwickler.

Agent 365 ist das Gegenstück dazu: die zentrale Steuerung für alle Agenten, die in deinem Tenant herumlaufen. Agent 365 verbindet die Agenten mit Defender, Entra und Purview, damit für sie dieselben Sicherheitsregeln gelten wie für Menschen. Einzeln kaufbar ist es als Add-on zu E5, in E7 ist es enthalten, für E3 gibt es es nicht. Wie das in der Praxis aussieht, beschreibe ich im Beitrag über Agent 365 als Steuerzentrale.

Aus der Praxis: Wer hat den Agenten eigentlich gebaut?

Beim ersten Blick in einen Tenant mit freigeschaltetem Copilot Studio finde ich regelmäßig Agenten, die niemand mehr zuordnen kann. Gebaut von einer Werkstudentin, die längst weg ist, mit Zugriff auf eine SharePoint-Bibliothek, die mittlerweile Gehaltsdaten enthält. Das ist kein böser Wille, sondern der ganz normale Wildwuchs. Deshalb gilt: Erst Inventur und Verantwortlichkeiten, dann Freigabe für alle.

 

Schublade 4: Fach-Copilots mit Namensvetter-Problem

In dieser Schublade liegen Produkte, die mit Microsoft 365 Copilot außer dem Namen wenig gemeinsam haben. Security Copilot unterstützt Security-Teams bei der Analyse von Vorfällen in Defender, Sentinel, Entra, Intune und Purview. Die gute Nachricht, die viele noch nicht mitbekommen haben: Security Copilot ist für E5-Kunden inzwischen enthalten. Wer E5 bezahlt und ihn nicht nutzt, lässt Geld auf dem Tisch liegen. Mehr dazu im Kompetenzbereich Microsoft 365 Security.

Dazu kommen die Copilots in den Fachanwendungen: in Dynamics 365, wo etwa der Sales agent Verkaufsdaten direkt in Outlook und Teams bringt, in der Power Platform beim Bauen von Apps und Flows, in Fabric und Power BI bei der Datenanalyse und Copilot in Azure für die Cloud-Administration. Sie hängen jeweils am Lizenzmodell ihres Mutterprodukts.

Und dann ist da noch GitHub Copilot, der Programmierassistent. Er ist technisch verwandt, organisatorisch aber eine eigene Welt mit eigenen Lizenzen, eigener Verwaltung und eigenen Richtlinien. Ein Microsoft-365-Copilot-Nutzer hat damit nicht automatisch GitHub Copilot, und umgekehrt.

Einordnungshilfe für die Budgetrunde

Wenn im Einkauf eine „Copilot-Rechnung“ auftaucht, frag zuerst, aus welchem Portal sie kommt. Microsoft 365 Admin Center, Azure-Portal, GitHub oder Dynamics: Jedes steht für eine andere Schublade, einen anderen Verantwortlichen und einen anderen Vertrag.

 

Schublade 5: Hardware mit Copilot-Aufkleber

Die letzte Schublade ist die kleinste und die mit dem höchsten Verwechslungspotenzial. Ein Copilot+ PC ist ein Rechner mit einem Prozessor, der eine besonders leistungsfähige NPU für KI-Funktionen direkt auf dem Gerät mitbringt. Die Copilot-Taste auf neueren Tastaturen öffnet je nach Konfiguration die Copilot-App.

Beides ist nett, aber keines von beiden ist eine Lizenz. Ein Copilot+ PC macht Microsoft 365 Copilot nicht besser oder schneller, denn der rechnet in der Cloud. Die Taste macht aus einem privaten Copilot keinen Unternehmens-Copilot. Wer das in der Beschaffung verwechselt, kauft teure Hardware und wundert sich, warum Copilot in Word trotzdem ausgegraut ist.

Der rote Faden: Was sieht welcher Copilot?

Wenn du aus diesem Artikel nur eine Sache mitnimmst, dann diese: Die wichtigste Frage bei jedem Copilot ist nicht der Preis, sondern das Grounding. Sobald ein Copilot über Microsoft Graph auf Unternehmensdaten zugreift, wird jede Berechtigungssünde der letzten 15 Jahre sichtbar. Die Freigabe „Jeder außer externen Benutzern“ auf der Bibliothek mit den Personalakten war früher ein theoretisches Risiko, weil sie niemand gefunden hat. Copilot findet sie in Sekunden.

Deshalb beginne ich jedes Copilot-Projekt mit einer Bestandsaufnahme der Berechtigungen und Freigaben, bevor auch nur eine Lizenz zugewiesen wird. Genau dafür habe ich den Copilot Diagnostiker entwickelt, der Oversharing, Metadaten und Compliance-Einstellungen im Tenant erfasst und bewertet. Wie so ein Projekt insgesamt abläuft, steht auf der Seite Copilot-Beratung. Die Grundlagen zu Sicherheit, Compliance und Governance findest du im Kompetenzbereich Microsoft Copilot.

Was gesagt wird

Was meistens gemeint ist

Was du klären solltest

„Wir haben Copilot schon.“

Copilot Chat oder die Copilot-Taste

Wer hat welche Lizenz, und wer braucht Unternehmensdaten?

„Copilot ist doch kostenlos.“

Copilot Chat

Sind Agenten freigeschaltet, und wer zahlt den Verbrauch?

„Wir nehmen einfach E7.“

Bündel für alle

Brauchen wirklich alle Nutzer E5, Copilot, Entra Suite und Agent 365?

„Die Leute nutzen Copilot privat.“

Consumer-Copilot mit privatem Konto

Schatten-KI-Regeln und technische Sperren

„Wir haben doch Security Copilot gekauft.“

in E5 enthaltener Security Copilot

Wird er genutzt, und reicht das Kontingent?

 

Ulis Fazit

Microsoft hat aus Copilot eine Dachmarke gemacht, unter der vom Gratis-Chat bis zur 99-Dollar-Suite alles Platz hat. Das ist für den Vertrieb bequem und für dich als Entscheider eine Einladung zum Fehlkauf. Die gute Nachricht: Mit drei Fragen bekommst du jeden Copilot sortiert. Welche Daten sieht er, wer bezahlt ihn, wer verwaltet ihn? Wer diese Fragen vor dem Kauf beantwortet, spart Geld und Ärger. Wer sie erst nach dem Rollout stellt, beantwortet sie meistens im Gespräch mit dem Datenschutzbeauftragten.

 

Häufige Fragen zur Copilot-Landkarte

Ist Copilot Chat wirklich kostenlos?

Für Nutzer mit Entra-ID und einem berechtigten Microsoft-365-Abo ja, ohne Aufpreis. Kosten entstehen, sobald Agenten genutzt werden, die auf Unternehmensdaten zugreifen. Die werden nach Verbrauch abgerechnet.

Was ist der Unterschied zwischen Copilot Chat und Microsoft 365 Copilot?

Copilot Chat arbeitet mit Webwissen und Dateien, die du ihm gibst. Microsoft 365 Copilot greift zusätzlich über Microsoft Graph auf Mails, Dateien, Chats und Termine zu, gefiltert nach deinen Berechtigungen, und ist voll in Word, Excel, PowerPoint, Outlook und Teams integriert.

Für wen ist Copilot Business gedacht?

Für Tenants mit höchstens 300 Nutzern auf einem Business-Plan. Copilot Business bietet den vollen Funktionsumfang für 21 USD pro Nutzer und Monat statt 30 USD für das Enterprise-Add-on.

Brauche ich für Copilot Cowork eine eigene Lizenz?

Cowork setzt eine Microsoft-365-Copilot-Lizenz voraus. Die ausgeführten Aufgaben werden aber zusätzlich über Copilot Credits nach Verbrauch abgerechnet. Plane dafür ein eigenes Budget ein.

Lohnt sich Microsoft 365 E7?

Wenn du ohnehin E5 und Copilot für dieselben Nutzer kaufst und Entra Suite sowie Agent 365 brauchst, spart E7 gegenüber dem Einzelkauf Geld. Wenn nur ein Teil der Belegschaft Copilot braucht, ist die Kombination aus E3 oder E5 und einzelnen Copilot-Lizenzen meist günstiger.

Ist Security Copilot in E5 enthalten?

Ja, Security Copilot ist inzwischen für E5-Kunden enthalten und damit auch in E7. Prüfe, ob das enthaltene Kontingent für deine Security-Prozesse ausreicht.

Hat GitHub Copilot etwas mit Microsoft 365 Copilot zu tun?

Nur den Namen und die technische Verwandtschaft. GitHub Copilot hat eigene Lizenzen, eine eigene Verwaltung und eigene Richtlinien. Die eine Lizenz schließt die andere nicht ein.

Macht ein Copilot+ PC den Unternehmens-Copilot besser?

Nein. Microsoft 365 Copilot rechnet in der Cloud. Ein Copilot+ PC beschleunigt KI-Funktionen, die direkt auf dem Gerät laufen, ersetzt aber keine Copilot-Lizenz.

Welche KI-Modelle stecken in Microsoft 365 Copilot?

Neben Modellen von OpenAI stehen inzwischen auch Anthropic-Modelle wie Claude Opus 4.8 zur Auswahl. Welches Modell für welche Aufgabe genutzt wird, lässt sich teilweise steuern, und das hat Folgen für Datenschutz und Vertragslage.

Weiterlesen auf boddenberg.de

Microsoft Copilot: Security, Compliance und Governance: der Kompetenzbereich mit allen Grundlagen

Microsoft 365 Copilot Lizenzierung: Lizenzmodelle im Detail

Lizenzierungsleitfaden für Copilot Credits: Verbrauchsabrechnung verstehen

Copilot-Beratung: Einführung mit Bestandsaufnahme und Copilot Diagnostiker

Copilot-Workshop für Entscheider: ein Tag, dein Tenant, klare Entscheidungen

Microsoft Copilot für Entscheider: das Buch zum Thema

Claude im Unternehmen: Anthropic-Modelle in und neben Copilot

 

Dieses Consulting-Dokument steht als PDF zum Download bereit: https://www.boddenberg.de/ArtikelPdf/copilot-haben-wir.pdf — © Ulrich B. Boddenberg · boddenberg.de

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