Copilot in SharePoint ist allgemein verfügbar
Lizenzmodell, Skills und Governance im Überblick|
SHAREPOINT / TEAMS · CONSULTING BRIEFING · 10.10.2026 |
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Copilot in SharePoint ist allgemein verfügbar
Die KI ist jetzt offiziell im Haus. Sie liest alles, was du ihr nicht verboten hast, und sie wird dein Ablagechaos mit der Gelassenheit eines Bestatters vortragen.
Executive Summary
Seit dem 30. September 2026 ist Copilot in SharePoint allgemein verfügbar. Und zwar nicht als nettes Chatfenster am Bildschirmrand, sondern als Werkzeug, das Seiten baut, Bibliotheken mit Metadaten befüllt, Fragen auf Basis deiner SharePoint-Inhalte beantwortet und sich wiederverwendbare Arbeitsanweisungen merkt, die Microsoft Skills nennt. Copilot in OneDrive zieht gleichzeitig nach und läuft inzwischen auf exakt demselben Unterbau.
Die schlechte Nachricht zuerst, weil wir Consultants nun mal so gestrickt sind: Copilot ist genau so klug, wie dein SharePoint aufgeräumt ist. Wer seit 2013 nach dem Prinzip „Hauptsache irgendwo“ ablegt, bekommt jetzt eine KI, die dieses Chaos mit beeindruckender Selbstsicherheit zusammenfasst. Eine saubere Informationsarchitektur ist damit kein Hobby der IT-Abteilung mehr, sondern die Eintrittskarte für brauchbare Ergebnisse.
Dazu kommt ein hybrides Lizenzmodell. Der Alltag steckt in der Microsoft-365-Copilot-Lizenz. Die aufwendigen Sachen, also Bildgenerierung, KI-erzeugte Berichte zur Websitenutzung und das automatische Befüllen von Spalten nahezu in Echtzeit, laufen über nutzungsbasierte Abrechnung und verbrauchen Copilot Credits. Wer da keine Kostenrichtlinie setzt, erlebt die nächste Rechnung als Horrorfilm mit Überlänge.
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Fakten: Das Wichtigste in 30 Sekunden • Allgemein verfügbar ab 30.09.2026 für SharePoint und OneDrive, Voraussetzung ist eine Microsoft-365-Copilot-Lizenz. • Inklusive: Inhalte erstellen und organisieren, Fragen an SharePoint-Daten, KI-Metadaten, eigene Skills. • Gegen Copilot Credits: Bilder erzeugen und bearbeiten, KI-Analyseberichte zur Websitenutzung, Autofill-Spalten nahezu in Echtzeit. • Copilot Search wird zur Standardsuche in SharePoint und OneDrive. • Steuerung läuft fast ausschließlich über die Lizenzzuweisung. Einen schönen großen Aus-Schalter gibt es nicht. |
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Worum geht es im Detail?
Um zu verstehen, warum diese Verfügbarkeitsmeldung mehr ist als ein Häkchen auf der Roadmap, lohnt ein Blick zurück. Microsoft hat Copilot in SharePoint 2026 in mehreren Etappen in die Tenants geschoben: erst die KI-gestützte Seitenerstellung im Targeted Release, dann eine Preview, ab Mitte Juni eine Opt-out-Preview für alle Tenants und ab Juli die Aktivierung per Standard für alle Nutzer mit Copilot-Lizenz. Viele Organisationen hatten die Funktion also schon im Haus, bevor überhaupt jemand einen Projektantrag schreiben konnte. Die allgemeine Verfügbarkeit ist vor allem der Moment, ab dem Microsoft Geld für die Premium-Funktionen sehen will.

Abbildung 1: Die Etappen bis zur allgemeinen Verfügbarkeit und zur Kostensteuerung
Inhalte erstellen und organisieren. Seitenautoren bekommen ein KI-Panel, in dem sie per Prompt neue Abschnitte erzeugen, Texte umschreiben, Layouts umbauen und Webparts anpassen. Als Grundlage lassen sich Microsoft-365-Dateien anhängen, etwa das Konzeptpapier zum neuen Onboarding. Alles, was die KI einfügt, wird farbig hervorgehoben, und du kannst jederzeit auf manuelles Bearbeiten umschalten. Der Haken für Admins: Es gibt keinen eigenen Tenant-Schalter für diese Funktion. Wer eine Copilot-Lizenz hat, darf. Gesteuert wird ausschließlich über die Lizenzzuweisung, idealerweise über Entra-ID-Gruppen.
Fragen an die eigenen Daten. Copilot beantwortet Fragen auf Basis dessen, was in SharePoint liegt, und Copilot Search wird zur Standardsuche in SharePoint und OneDrive. Copilot sieht dabei nur, was der jeweilige Nutzer ohnehin öffnen darf. Das klingt beruhigend, bis du dich erinnerst, wie viele Ordner in deinem Tenant mit „Jeder außer externen Benutzern“ geteilt sind. Copilot hackt nichts. Er findet nur gnadenlos effizient, was du längst freigegeben hast. Neu im Copilot-Steuerungssystem ist unter „Suche“ die Möglichkeit, bis zu 100 SharePoint-Websites als autoritative Inhalte zu markieren. Copilot und die Suche bevorzugen dann diese verifizierten, offiziellen Quellen.
Bibliotheken mit KI-Metadaten anreichern. Hier lohnt der Blick auf die Herkunft. Autofill-Spalten stammen aus Microsoft Syntex beziehungsweise SharePoint Premium und wurden dort pro verarbeiteter Seite abgerechnet. Jetzt sind sie Teil von Copilot in SharePoint. Das gelegentliche Anreichern von Bibliotheken steckt in der Lizenz, das automatische Befüllen von Spalten nahezu in Echtzeit nach jedem Upload läuft dagegen über Copilot Credits. Praktisch heißt das: Copilot liest Vertrag, Rechnung oder Protokoll und füllt Spalten wie Vertragspartner, Laufzeit oder Kostenstelle selbst aus.
Skills. Das ist das eigentlich spannende Stück. Jeder mit Bearbeitungsrechten auf einer Website kann in natürlicher Sprache eine wiederverwendbare, mehrstufige Arbeitsanweisung beschreiben. Microsofts eigenes Beispiel: Ein Skill prüft, ob Verträge eine Anwalts-ID im Format „xxx-xxx“ enthalten, und trägt fehlerhafte Verträge in eine Liste „Invalid Contracts“ ein, die er bei Bedarf samt passender Spalten selbst anlegt. Gespeichert wird der Skill als Markdown-Datei in der Bibliothek „Agent Assets“ der Website. Copilot wählt passende Skills automatisch aus oder du rufst sie per Name auf. Skills können keine externen Systeme ansprechen und keinen eigenen Code ausführen, und sie unterliegen den bestehenden Berechtigungen und Compliance-Richtlinien. Seit September lassen sie sich vor dem Teilen testen und bewerten.

Abbildung 2: So entsteht ein Skill, und so stirbt er, wenn sich niemand kümmert
Das Modell unter der Haube. Copilot in SharePoint läuft mit der allgemeinen Verfügbarkeit auf einem von Microsoft verwalteten Reasoning-Modell von OpenAI, das Microsoft auswählt und bei Bedarf austauscht. Die Preview im Mai lief noch mit einem Anthropic-Modell, das nicht von der EU-Datengrenze abgedeckt war. Für deinen Datenschutzbeauftragten ist das kein Detail, sondern ein Absatz im Verarbeitungsverzeichnis.
Lizenz oder Credits? Die Übersicht:
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Funktion |
Abgedeckt durch |
Was du wissen musst |
|---|---|---|
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Seiten und Inhalte per Prompt erstellen |
Microsoft-365-Copilot-Lizenz |
Kein eigener Tenant-Schalter, Steuerung über Lizenz |
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Fragen an SharePoint-Daten, Copilot Search |
Microsoft-365-Copilot-Lizenz |
Antworten nur aus Inhalten, die der Nutzer öffnen darf |
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Bibliotheken mit KI-Metadaten anreichern |
Microsoft-365-Copilot-Lizenz |
Gelegentlich und manuell angestoßen |
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Eigene Skills bauen und nutzen |
Microsoft-365-Copilot-Lizenz |
Standardmäßig aktiv, Speicherung in „Agent Assets“ |
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Bilder erzeugen und bearbeiten |
Copilot Credits |
In Bibliotheken und auf Websites |
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KI-Analyseberichte zur Websitenutzung |
Copilot Credits |
Etwa Aufruftrend der letzten 90 Tage als Diagramm |
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Autofill-Spalten nahezu in Echtzeit |
Copilot Credits |
Früher Syntex, läuft nach jedem Upload |
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SharePoint Agents mit Pay-as-you-go |
Bestehendes PAYG-Modell |
Noch nicht von den Kostenrichtlinien erfasst |
Was sind Chancen? Was sind Risiken?
Fangen wir freundlich an. Die größte Chance ist banal: Wissen, das heute in 4.000 Dokumenten vergraben liegt, wird auffindbar. Ein Kunde aus dem Maschinenbau hat seine Serviceberichte seit Jahren in einer Bibliothek gesammelt, ohne eine einzige sinnvolle Spalte. Mit KI-Metadaten bekommt jeder Bericht plötzlich Maschinentyp, Fehlerbild und Seriennummer verpasst, und der Außendienst fragt Copilot, wie oft das Hydraulikventil an Typ X schon getauscht wurde. Antwort samt Quelle statt Rundmail an zwölf Kollegen.
Skills sind die zweite große Chance, weil sie Prozesswissen konservieren. Die Rechtsabteilung formuliert einmal, wie eine Vertragsprüfung abläuft, und jeder auf der Website nutzt dieselbe Prüflogik. Das ist Qualitätsmanagement zum Nulltarif, solange jemand die Anweisung pflegt. Und mit der Copilot-Zitationsanalyse, die Tenants ab 50 Copilot-Lizenzen in der Websitenutzung sehen, erfahren Inhaltsverantwortliche erstmals, welche Dokumente Copilot tatsächlich zitiert. Also auch, welche Reisekostenrichtlinie von 2019 gerade fröhlich als aktueller Stand verkauft wird.

Abbildung 3: Das Fundament entscheidet, ob Copilot glänzt oder blamiert
Jetzt zum unterhaltsamen Teil. Das größte Risiko heißt Oversharing, und es ist nicht neu. Es war nur bisher gut versteckt, weil niemand die richtige Suchanfrage gestellt hat. Die Klassiker aus unseren Projekten: die Excel-Datei „Gehälter_2025_NICHT_WEITERGEBEN.xlsx“ in einer Teams-Website mit 300 Mitgliedern, oder das Protokoll zur Standortschließung, das der Betriebsrat über Copilot früher kennt als die Geschäftsführung. Copilot hat da nichts falsch gemacht. Er hat nur höflich geantwortet.
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Warnung: Copilot ist der ehrlichste Mitarbeiter, den du je hattest Er beantwortet jede Frage mit allem, was der Fragende sehen darf. Bevor du Copilot auf breiter Front einsetzt, prüfe Freigaben auf „Jeder“, „Jeder außer externen Benutzern“ und organisationsweite Links. Sonst ist dein nächstes Datenschutz-Audit kein Termin, sondern ein Nachruf. |
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Risiko Nummer zwei sind die Kosten. Credits sind praktisch, weil niemand vorher eine Lizenz kaufen muss. Sie sind gefährlich aus demselben Grund. Seit Anfang Oktober kannst du die nutzungsbasierte Abrechnung für SharePoint und OneDrive über Kostenrichtlinien im Microsoft 365 Admin Center begrenzen. SharePoint Agents, die schon per Pay-as-you-go laufen, sind dort allerdings noch nicht erfasst. Wer also Autofill auf eine Bibliothek mit 80.000 eingescannten Lieferscheinen loslässt, sollte vorher wissen, wer die Rechnung unterschreibt.
Risiko Nummer drei ist Wildwuchs bei Skills. Jeder mit Bearbeitungsrechten darf welche bauen, und einen Tenant-Schalter gibt es nicht. In sechs Monaten hast du 400 Skills, davon 30 sinnvoll, 120 Dubletten und einen, der Rechnungen nach einer Logik prüft, die nur der Praktikant verstanden hat, der inzwischen bei der Konkurrenz arbeitet. Und schließlich: Copilot kann irren. Auch Microsoft weist darauf hin, dass Antworten gelegentlich falsch sein können und gegen die Quelldatei geprüft werden sollten.
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Chance |
Risiko |
Gegenmittel |
|---|---|---|
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Wissen in Altbeständen wird auffindbar |
Oversharing wird sichtbar und zitierfähig |
Freigaben bereinigen, Vertraulichkeitsbezeichnungen |
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Metadaten ohne Handarbeit |
Credit-Verbrauch bei großen Bibliotheken |
Kostenrichtlinie, Pilotbibliothek, Budgetalarm |
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Skills konservieren Prozesswissen |
Skill-Friedhof ohne Eigentümer |
Namenskonvention, Review, Eigentümer pro Skill |
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Zitationsanalyse zeigt genutzte Inhalte |
Veraltete Dokumente werden zur „Wahrheit“ |
Autoritative Websites, Archivierung, Ablaufdaten |
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Seiten entstehen in Minuten |
Intranet voller generischer KI-Prosa |
Redaktionsleitfaden, Freigabe durch Seitenbesitzer |
Was müssen wir jetzt schon vorbereiten?
Die gute Nachricht: Nichts davon ist Raketenwissenschaft. Die schlechte: Es ist genau die Arbeit, die seit zehn Jahren auf der Liste steht und nie gemacht wurde, weil sie keinen Spaß macht. Jetzt hat sie einen Grund. Fang mit den Berechtigungen an, denn alles andere ist Kosmetik, solange die Gehaltsliste für jeden lesbar ist.
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Schritt |
Was konkret |
Warum |
|---|---|---|
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1. Freigaben aufräumen |
Berichte zu Oversharing ziehen, organisationsweite Links und „Jeder“-Freigaben entfernen |
Copilot zeigt alles, was der Nutzer sehen darf |
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2. Lizenzen gezielt zuweisen |
Copilot-Lizenzen über Entra-ID-Gruppen vergeben, Pilotgruppe definieren |
Es gibt keinen eigenen Tenant-Schalter |
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3. Autoritative Websites festlegen |
Bis zu 100 offizielle Websites im Copilot-Steuerungssystem unter „Suche“ eintragen |
Copilot bevorzugt verifizierte Quellen |
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4. Kostenrichtlinie setzen |
Nutzungsbasierte Abrechnung für SharePoint und OneDrive begrenzen, Budgetalarme |
Credits laufen sonst unbemerkt durch |
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5. Metadaten-Modell klären |
Inhaltstypen und Pflichtspalten für zentrale Bibliotheken definieren |
Autofill braucht Spalten, die etwas bedeuten |
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6. Skill-Governance |
Namenskonvention, Eigentümer, Review-Zyklus, Bibliothek „Agent Assets“ beobachten |
Verhindert den Skill-Friedhof |
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7. Datenschutz dokumentieren |
Modellwechsel und Datenverarbeitung im Verarbeitungsverzeichnis nachziehen |
Microsoft kann das Modell austauschen |
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Tipp: Erst eine Bibliothek, dann die Welt Nimm eine einzige, gut gepflegte Bibliothek, etwa Verträge oder Projektberichte, und teste dort Autofill, Skills und Fragen. Miss Credit-Verbrauch und Antwortqualität vier Wochen lang. Danach weißt du mehr als nach jedem Lizenzgespräch, und du hast eine Erfolgsgeschichte für den Lenkungsausschuss. |
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Wichtig: Archivieren ist das neue Löschen Was Copilot nicht finden soll, gehört nicht in aktive Websites. Verwaiste Teams-Websites, abgeschlossene Projekte und Richtlinien von vorgestern solltest du archivieren oder mit Ablaufdatum versehen. Jede veraltete Datei ist eine potenzielle falsche Antwort mit Quellenangabe. |
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Und dann das Menschliche: Sag deinen Seitenautoren, dass es das KI-Panel gibt, bevor sie es zufällig finden. Passe Schulungsunterlagen an und erkläre, dass „Copilot hat das so geschrieben“ keine Ausrede für eine falsche Telefonnummer im Intranet ist. Die Verantwortung bleibt beim Seitenbesitzer. Die KI hat bekanntlich keine Personalakte, die man ergänzen könnte.
Häufig gestellte Fragen
Brauche ich für Copilot in SharePoint eine eigene Lizenz?
Ja, Copilot in SharePoint setzt eine Microsoft-365-Copilot-Lizenz voraus, die die Alltagsfunktionen wie Inhalte erstellen, Fragen stellen, Metadaten anreichern und Skills abdeckt. Premium-Funktionen wie Bildgenerierung, KI-Analyseberichte zur Websitenutzung und Autofill-Spalten nahezu in Echtzeit werden zusätzlich über Copilot Credits abgerechnet.
Kann ich Copilot in SharePoint für bestimmte Nutzer abschalten?
Einen eigenen Tenant-Schalter für die SharePoint-Funktionen gibt es nicht, die Steuerung läuft über die Zuweisung der Copilot-Lizenz. Wer keine Lizenz hat, bekommt die Funktionen nicht, daher bietet sich die Vergabe über Entra-ID-Gruppen an.
Sieht Copilot in SharePoint Dateien, auf die ich keinen Zugriff habe?
Nein, Copilot berücksichtigt die bestehenden SharePoint-Berechtigungen und antwortet nur aus Inhalten, die der jeweilige Nutzer selbst öffnen darf. Problematisch wird es, wenn Dateien zu großzügig freigegeben sind, denn dann findet Copilot sie zuverlässig.
Wo werden SharePoint-Skills gespeichert und wer darf sie erstellen?
Skills werden als Markdown-Dateien in der Bibliothek „Agent Assets“ der jeweiligen Website gespeichert. Erstellen darf sie jeder mit Bearbeitungsrechten auf der Website, und sie unterliegen den vorhandenen Berechtigungen und Compliance-Richtlinien.
Wie begrenze ich die Kosten für Copilot Credits in SharePoint?
Im Microsoft 365 Admin Center lassen sich Kostenrichtlinien für die nutzungsbasierte Abrechnung von SharePoint und OneDrive anlegen. SharePoint Agents mit Pay-as-you-go-Abrechnung sind darin derzeit noch nicht enthalten und müssen separat überwacht werden.
Dieses Consulting-Dokument steht als PDF zum Download bereit: https://www.boddenberg.de/ArtikelPdf/copilot-in-3.pdf — © Ulrich B. Boddenberg · boddenberg.de




















