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SharePoint Online: Moderne Intranet-Features

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SharePoint Online: Moderne Intranet-Features

Hubs, Home Site und Copilot – Intranet-Architektur für die agentische Welt

SharePoint / Teams

 

SharePoint Online: Moderne Intranet-Features

Executive Summary

Kurz gesagt: Dein Intranet ist ab sofort keine Ablage mehr, sondern die Wissensbasis, aus der Copilot antwortet. Das ist die eigentliche Nachricht hinter allem, was Microsoft in den letzten Monaten an SharePoint Online geschraubt hat. Seit Mitte Juni 2026 ist Copilot in SharePoint keine Opt-in-Vorschau mehr, sondern eine Opt-out-Vorschau. Übersetzt: Du musst nichts mehr tun, damit es kommt. Du musst etwas tun, damit es nicht kommt. Willkommen im Jahr 2026.

Gleichzeitig ist am 14. Juli 2026 der erweiterte Support für SharePoint Server 2016 und 2019 ausgelaufen. Das war vor sieben Wochen. Wenn bei dir noch eine Farm läuft, dann läuft sie ungepatcht, und der Hersteller hat aufgehört, sich für ihre Sicherheitslücken zu interessieren. Die gute Nachricht: Beide Themen gehören zusammen. Wer jetzt migriert, kann die Informationsarchitektur gleich so bauen, dass sie in der agentischen Welt trägt, statt zweimal umzuziehen.

Der Kern dieses Briefings in einem Satz: Moderne Intranet-Features sind billig zu aktivieren und teuer, wenn sie auf einer schlechten Struktur aufsetzen. Home Site, Hubs, Zielgruppenadressierung und Brand Center kosten dich ein paar Tage. Ein Agent, der einem Praktikanten die Gehaltsliste vorliest, weil vor sechs Jahren jemand „Jeder außer externen Benutzern“ geklickt hat, kostet dich deutlich mehr.

FAKTEN

SharePoint Server 2016 und 2019: erweiterter Support beendet am 14.07.2026. SharePoint Server Subscription Edition folgt der Modern Lifecycle Policy; Microsoft hat die Unterstützung öffentlich mindestens bis zum 31.12.2035 zugesagt, einzelne Builds werden jeweils ein Jahr ab Freigabe unterstützt. Copilot in SharePoint läuft seit Mitte Juni 2026 als Opt-out-Vorschau und ist für jeden Benutzer mit Copilot-Lizenz ohne Adminaktion verfügbar.

 

Worum geht es im Detail?

Die flache Welt und warum dein Ordnerbaum sie nicht überlebt

Microsoft ist an dieser Stelle ungewohnt eindeutig: Untergeordnete Websites werden im modernen SharePoint nicht mehr empfohlen. Plane stattdessen eine Website je abgegrenztem Thema, je Aufgabe, je Arbeitseinheit. Der Grund ist kein Designgeschmack, sondern Physik: Eine untergeordnete Website ist ein physisches Konstrukt und steckt in der URL. Wenn der Vertrieb DACH von der Region zum Produktbereich wandert, und das tut er, dann wandert er in der klassischen Welt entweder gar nicht oder unter Verlust sämtlicher Links, Lesezeichen und Verweise in alten Teams-Chats.

Hubs modellieren Beziehungen dagegen als Verknüpfung, nicht als Besitz. Eine Website wird einem Hub zugeordnet, erbt dessen Navigation und Design, rollt Nachrichten und Aktivitäten nach oben und wird Teil des Suchbereichs des Hubs. Und wenn sich die Organisation ändert, ziehst du die Zuordnung um. Die URL bleibt, wo sie ist. Genau das ist der Unterschied zwischen einer Reorganisation und einem Migrationsprojekt.

Vergleichsdiagramm: klassische SharePoint-Unterwebsite-Hierarchie vs. modernes Hub-Modell mit HR-, Sales- und IT-Hub

Abbildung 1: Klassische Hierarchie gegen flache moderne Architektur — inklusive der Grenzwerte, die deine Navigationsentscheidungen faktisch vorgeben.

WARNUNG

Ordner sind nicht verboten, aber ab zwei Verschachtelungsebenen verwandeln sie sich in eine Suchbehinderungsmaßnahme. Microsoft empfiehlt ausdrücklich themenbezogene Bibliotheken mit Websitespalten statt tiefer Ordnerbäume in der einen Standardbibliothek „Dokumente“. Zur Beruhigung: Eine Websitesammlung verträgt 2.000 Listen und Bibliotheken, eine Bibliothek bis zu 30 Millionen Dateien und Ordner. Der Engpass bist nicht du, sondern der Mensch, der etwas wiederfinden soll.

 

Home Site, App Bar, Hubs: die drei Ebenen der Navigation

Modernes SharePoint kennt genau drei Navigationsebenen, und sie werden regelmäßig verwechselt. Global ist die App Bar am linken Rand, die auf jeder Seite und in jeder Website erscheint. Die bekommst du allerdings nur, wenn du eine Home Site definiert hast, und angepasst wird sie ausschließlich von der Startseite dieser Home Site aus. Darunter liegt die Hub-Navigation, gepflegt vom Hub-Besitzer, sichtbar auf allen zugeordneten Websites. Ganz unten die lokale Navigation der einzelnen Website.

Die Home Site ist technisch eine Kommunikationswebsite mit Sonderrechten: Sie ist standardmäßig offizielle Nachrichtenquelle der Organisation, ihr Suchbereich umfasst das gesamte Intranet statt nur der eigenen Websitesammlung, und sie ist das Tor zu Viva Connections in Teams. Praxistipp aus schmerzhafter Erfahrung: Tausche die Kommunikationswebsite zuerst gegen die Stammwebsite deines Tenants und setze sie erst danach als Home Site. Andersherum verlierst du Einstellungen und darfst alles noch einmal machen.

Tabelle 1: Die drei Bausteine — und wofür du sie wirklich nimmst

Baustein

Zweck

Wer erstellt

Typisches Missverständnis

Teamwebsite

Zusammenarbeiten; standardmäßig an eine Microsoft-365-Gruppe und damit an Teams gekoppelt

Websitebesitzer oder Administrator

Wird als Ablage für die ganze Abteilung missbraucht

Kommunikations-website

Senden: Nachrichten, Richtlinien, Kampagnen; wenige Autoren, viele Leser

Websitebesitzer

Bekommt Bearbeitungsrechte für alle und wird zur Teamwebsite

Hub

Verbinden: gemeinsame Navigation, Design, Aufrollung und Suchbereich über eine Website-Familie

SharePoint-Websiteadministrator und höher

Wird als Ersatz für Berechtigungen gesehen — Hubs ändern keine Rechte

Home Site

Landepunkt der Organisation, globale Navigation, offizielle Nachrichtenquelle

SharePoint-Administrator

Wird mit der SharePoint-Startseite verwechselt, die Microsoft Graph personalisiert

 

TIPP

Zielgruppenadressierung ist das am meisten unterschätzte Feature im Intranet. Sie funktioniert für Navigationslinks, Nachrichten und einzelne Webparts. Ein Hub mit 100 Links ist unbrauchbar; derselbe Hub, der jedem Benutzer nur seine zwölf relevanten Links zeigt, ist brillant. Und ja: Wenn du private Websites in die Hub-Navigation aufnimmst, ohne Zielgruppen zu setzen, schreib „(intern)“ oder „(eingeschränkt)“ dazu. Sonst produzierst du täglich Zugriffsanfragen, die niemand bearbeitet.

 

Copilot in SharePoint: seit Juni ungefragt an Bord

Das ist die Änderung, die die meisten Organisationen verschlafen. Copilot in SharePoint erstellt Websites, Seiten, Listen, Bibliotheken, interaktive Berichte und Office-Dateien per natürlicher Sprache. Seit den Updates im Sommer 2026 erzeugt Copilot aus einer Liste ein Dashboard als interaktiven HTML-Bericht, der mit der Liste verbunden bleibt und sich beim Öffnen aktualisiert. Ein Schaltflächen-Webpart lässt sich mit einem eigenen Prompt verdrahten, sodass jeder Besucher der Seite ihn mit einem Klick ausführt. Das ist erwachsene Funktionalität, kein Spielzeug.

Die Steuerung läuft während der Vorschau über PowerShell. Der Parameter heißt aus historischen Gründen weiterhin KnowledgeAgentScope und kennt die Werte AllSites, IncludeSelectedSites, ExcludeSelectedSites und NoSites. Die Ausnahmeliste fasst maximal 100 Website-URLs. Ergänzend gibt es SharePoint Agents: Sie brauchen keine Aktivierung, sondern erscheinen automatisch, sobald ein Benutzer eine Copilot-Lizenz hat oder die nutzungsbasierte Abrechnung über eine Azure-Ressource eingerichtet ist. Erstellen darf, wer lizenziert ist und neue Dateien in die Website legen darf.

WICHTIG

Agents und Copilot in SharePoint greifen exakt auf das zu, worauf der fragende Benutzer ohnehin Zugriff hat. Sie vergeben keine neuen Rechte. Sie beschleunigen nur das Finden. Das klingt beruhigend, bis du verstehst, dass „findet niemand“ in vielen Organisationen die einzige aktive Sicherheitsmaßnahme war. Diese Maßnahme ist seit Mitte Juni abgeschafft.

 

Fünfstufiger Readiness-Stack für Copilot in SharePoint: von Berechtigungen über Architektur bis zu Agents

Abbildung 2: Der Readiness-Stack. Von unten nach oben abarbeiten — die oberste Schicht ist die einzige, die auf Folien gut aussieht, und die einzige, die ohne die unteren gefährlich ist.

Migration: der Termin, den du gerade verpasst hast

Das Werkzeugkasten-Thema. Das SharePoint Migration Tool ist kostenlos und unterstützt SharePoint Server 2010, 2013, 2016 und 2019 sowie SharePoint Foundation 2010 und 2013 und Dateifreigaben, samt Out-of-the-box-Workflows aus 2010 und SharePoint-Designer-Workflows aus 2010 und 2013. Alles, was das Werkzeug kann, kann auch PowerShell. Migration Manager deckt die Cloudquellen ab, seit der Abschaltung von Mover also Box, Dropbox, Google Workspace und Egnyte sowie Dateifreigaben. Nicht abgedeckt: Amazon S3 und Azure Blob Storage.

WARNUNG

Der Klassiker, über den fast jedes Projekt stolpert: Das SharePoint Migration Assessment Tool scannt Farmen der Versionen 2010, 2013 und 2016. SharePoint Server 2019 steht nicht auf dieser Liste. Wer aus 2019 migriert, braucht ein eigenes Assessment über CSOM und PowerShell oder ein Werkzeug eines Drittanbieters. Wer das erst in der Pilotphase merkt, verliert vier bis sechs Wochen — die er 2026 nicht mehr hat.

 

Tabelle 2: Migrationswerkzeuge und wofür sie taugen

Werkzeug

Quellen

Kosten

Stolperstein

SPMT

SharePoint Server 2010/2013/2016/2019, Foundation, Dateifreigaben

kostenlos

Bei mehreren Authentifizierungsanbietern inklusive Windows-Authentifizierung wird Windows-Authentifizierung nicht unterstützt

Migration Manager

Dateifreigaben, Box, Dropbox, Google Workspace, Egnyte

kostenlos

Kein Amazon S3, kein Azure Blob Storage

SMAT

Farmen 2010, 2013, 2016

kostenlos

Kein Support für SharePoint Server 2019

Azure Data Box

sehr große Dateimengen ohne WAN-Abhängigkeit

kostenpflichtig

Danach trotzdem noch SPMT für den Weg nach SharePoint

Mandantenüber-greifende Migration

OneDrive tenantübergreifend allgemein verfügbar; SharePoint in privater Vorschau

im Rahmen der Lizenz

Für Fusionen planbar, für SharePoint noch nicht produktionsreif

 

Ein weiterer, häufig übersehener Punkt: Es gibt inzwischen eine eigene Rolle „Migrationsadministrator“ in Microsoft 365. Vorher musste jeder, der Migration Manager bedienen sollte, SharePoint-Administrator sein — also deutlich mehr Rechte bekommen, als er brauchte. Das ist genau die Sorte Detail, die im Auditbericht landet.

Zeitstrahl SharePoint-Support-Ende: Meilensteine von Jan. 2024 bis Dez. 2035, inkl. Support-Ende 14.07.2026

Abbildung 3: Die Zeitachse. Der rote Punkt liegt hinter dir, der grüne ist die einzige belastbare Zusage in dieser Grafik.

Was sind Chancen? Was sind Risiken?

Die Chance ist real und sie ist größer als das übliche Feature-Rauschen. Ein sauber strukturiertes Intranet wird zur Antwortmaschine. Suche, Zielgruppen, Hubs und Agents greifen ineinander, und zwar ohne Entwicklung. Das Brand Center gibt dir zentral verwaltete Farben, Logos und Schriftpakete — acht sind vorgefertigt, eigene lassen sich hochladen — sodass 200 Websitebesitzer nicht länger 200 Corporate Designs erfinden. Mehrsprachigkeit ist eingebaut, allerdings mit dem Kleingedruckten, dass Websitetitel, Navigation und Fußzeile manuell übersetzt werden müssen.

Das Risiko heißt Oversharing, und es ist kein theoretisches. Microsoft hat für genau dieses Problem SharePoint Advanced Management gebaut: Berichte zur Datenzugriffssteuerung zeigen dir den Berechtigungsstatus über alle Websites, die Verteilung von Vertraulichkeitsbezeichnungen, die Websites mit den meisten neuen Freigabelinks der letzten 28 Tage und die Elemente, die mit „Jeder außer externen Benutzern“ geteilt wurden. Dazu kommen Ownership-Richtlinien, Erkennung inaktiver Websites, Attestierungen durch die Besitzer, Änderungshistorien über 180 Tage und Vergleichsberichte gegen bis zu 10.000 Zielwebsites.

FAKTEN

Restricted Content Discovery ist die Notbremse: Set-SPOSite -Identity <url> -RestrictContentOrgWideSearch $true nimmt eine Website aus der organisationsweiten Suche und aus Copilot-Antworten und entfernt die KI-Einstiegspunkte auf der Website. Berechtigungen ändert es nicht, und aus dem Suchindex verschwindet nichts — eDiscovery und automatische Bezeichnungen laufen weiter. Bei Websites mit mehr als 500.000 Elementen kann die Umstellung über eine Woche brauchen, bis sie überall greift. Es ist eine temporäre Maßnahme, kein Betriebsmodell.

 

Das dritte Risiko ist organisatorisch und wird gern belächelt, bis es eintritt: Niemand fühlt sich zuständig. Microsoft benennt in der eigenen Dokumentation sechs Rollen — Intranetverantwortliche, Fachbereichsverantwortliche, IT-Administratoren, Hub-Besitzer, Websitebesitzer und Redakteure. Wenn du diese Rollen nicht mit Namen besetzt, bekommst du ein technisch modernes Intranet, das inhaltlich innerhalb von neun Monaten verrottet. Das ist keine Prognose, das ist eine Beobachtung.

Was müssen wir jetzt schon vorbereiten?

Die Reihenfolge ist wichtiger als das Tempo. In dieser Abfolge hat sich die Sache in der Praxis bewährt:

Bestand aufnehmen: Welche Farmen laufen noch, in welcher Version, mit welchen Anpassungen? Bei 2019 sofort einplanen, dass SMAT nicht hilft und ein eigenes Assessment nötig wird.

Berechtigungen vor Struktur: DAG-Berichte ziehen, „Jeder außer externen Benutzern“ aufräumen, Freigabelinks der letzten 28 Tage prüfen. Erst danach über Agents reden.

Zielarchitektur zeichnen: Wie viele Hubs, welche Home Site, wo läuft globale Navigation, wo Zielgruppenadressierung. Die Grenzwerte aus Abbildung 1 sind dabei Vorgabe, nicht Anregung.

Metadatenmodell festlegen: Inhaltstypen und Websitespalten, auch in der Bibliothek „Websiteseiten“, damit das Webpart „Hervorgehobener Inhalt“ überhaupt etwas zu tun hat.

Copilot bewusst steuern: KnowledgeAgentScope setzen — auch wenn das Ergebnis „vorerst nur diese zehn Websites“ lautet. Eine bewusste Entscheidung schlägt einen Standardwert.

Launch planen statt hoffen: Portal Launch Scheduler für den stufenweisen Rollout nutzen und die Seiten vorher mit dem Werkzeug Seitendiagnose prüfen. Eine Home Site, die 4.000 Leute gleichzeitig aufrufen, verzeiht keine sechs Aufrollungs-Webparts.

TIPP

Nimm dir einen Fachbereich als Pilot, idealerweise die Personalabteilung. Sie hat den klassischen Zuschnitt für eine Hub-Familie — Benefits, Vergütung, Recruiting, Leistungsmanagement, Weiterbildung, Führungskräfteportal — und sie hat gleichzeitig die sensibelsten Daten. Wer diese Kombination sauber hinbekommt, hat das Muster für den Rest des Hauses. Und ganz nebenbei eine Abteilung, die im Lenkungskreis für dich spricht.

 

Und dann noch die unbequeme Wahrheit zum Zeitplan: Ein Migrationsprojekt in Unternehmensgröße läuft je nach Datenvolumen und Komplexität sechs bis achtzehn Monate. Der Stichtag lag im Juli. Rechne selbst nach, und dann führe das Gespräch mit der Geschäftsführung lieber diese Woche als nach dem nächsten Sicherheitsvorfall.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich SharePoint Server 2019 sofort abschalten, nachdem der Support ausgelaufen ist?

Nein, die Farm läuft technisch weiter, du bekommst aber seit dem 14. Juli 2026 keine Sicherheitsupdates und keinen Herstellersupport mehr. Damit wird jede neu entdeckte Schwachstelle dauerhaft offen bleiben, weshalb der Weiterbetrieb faktisch eine bewusst akzeptierte Risikoentscheidung ist, die dokumentiert gehört.

Kann ich statt in die Cloud auch auf SharePoint Server Subscription Edition wechseln?

Ja, das ist der technisch einfachere Weg und Microsoft hat die Unterstützung mindestens bis Ende 2035 zugesagt. Beachte allerdings, dass diese Edition der Modern Lifecycle Policy folgt und einzelne Builds nur ein Jahr ab Freigabe unterstützt werden — du tauschst also ein großes Migrationsprojekt gegen einen dauerhaften Update-Rhythmus ein.

Sehen SharePoint Agents auch Dokumente, auf die ein Benutzer keinen Zugriff hat?

Nein. Agents und Copilot arbeiten mit den Berechtigungen des jeweils fragenden Benutzers und geben nichts heraus, worauf dieser nicht ohnehin zugreifen könnte. Das Problem sind deshalb nie die Agents, sondern die zu weit gefassten Berechtigungen, die vorher nur niemand gefunden hat.

Wie verhindere ich, dass Copilot bestimmte Websites in Antworten verwendet?

Für einzelne, besonders heikle Websites nutzt du Restricted Content Discovery, das die Inhalte aus der organisationsweiten Suche und aus Copilot-Antworten nimmt und die KI-Einstiegspunkte ausblendet. Für die grundsätzliche Verfügbarkeit von Copilot in SharePoint steuerst du während der Vorschau über den PowerShell-Parameter KnowledgeAgentScope, wobei die Ein- oder Ausschlussliste maximal 100 Website-URLs fasst.

Brauche ich für ein modernes Intranet überhaupt noch Hubs, wenn es globale Navigation gibt?

Ja, denn beide lösen unterschiedliche Probleme: Globale Navigation über die App Bar sorgt für tenantweite Orientierung, Hubs liefern zusätzlich gemeinsames Design, Aufrollung von Nachrichten und einen eigenen Suchbereich über eine Website-Familie. Ohne Hubs verlierst du genau die kontextbezogene Auffindbarkeit, die den Unterschied zwischen „irgendwo im Intranet“ und „im HR-Bereich“ ausmacht.

Dieses Consulting-Dokument steht als PDF zum Download bereit: https://www.boddenberg.de/ArtikelPdf/dein-intranet-ist.pdf — © Ulrich B. Boddenberg · boddenberg.de