Power Automate Cloud-Flow-Updates Release Wave 1 2026
Flow Groups, Lizenz-Dashboard und die AI-Builder-Deadline, die niemand verpassen sollte|
POWER PLATFORM |
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Power Automate: Cloud-Flow-Updates
Erweiterte AI-Builder-Integration, geteilte Lizenzkapazität, ein neues Verbrauchs-Dashboard – und eine Deadline am 1. November 2026, die dir die Kalkulation zerlegt, wenn du sie verschläfst.
Executive Summary
Die Release Wave 1 2026 läuft von April bis September und liefert für Cloud Flows genau drei sichtbare Dinge: Flow Groups, mit denen sich bis zu 25 Cloud Flows eine Process-Lizenz teilen (allgemein verfügbar seit dem 30. Juli 2026), ein überarbeitetes Lizenz-Dashboard im Power Platform Admin Center (August 2026) und die Möglichkeit, im neuen Designer die Eigenschaftswerte mehrerer Schritte gleichzeitig inline zu sehen (seit dem 30. Juni 2026). Das ist, ehrlich gesagt, Hausmeisterarbeit. Nützliche Hausmeisterarbeit, aber davon bekommt niemand feuchte Hände.
Die eigentliche Nachricht steht nicht im Release-Plan, sondern in der Lizenzdokumentation von AI Builder. Am 1. November 2026 werden die sogenannten Seeded AI-Builder-Credits aus den Premium-Lizenzen entfernt – also genau die Credits, die deine Dokumentenverarbeitung, deine Prompt-Aktionen und deine Textanalysen heute stillschweigend bezahlen. Ersatz gibt es nicht geschenkt: ab dann läuft alles über Copilot Credits, die du kaufen musst. Eine automatische Umwandlung existiert ausdrücklich nicht. Von heute an sind das 83 Tage.
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⚠ Die unbequeme Zusammenfassung in einem Satz Deine KI-Automatisierung läuft aktuell auf einem Budget, das im November ersatzlos verschwindet – und du merkst es erst, wenn die Flows morgens um drei mit „blockiert“ im Protokoll stehen und niemand die Rechnungen gebucht hat. |
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Was du jetzt brauchst: eine belastbare Messung deines heutigen KI-Verbrauchs, eine Umrechnung in Copilot Credits zum Kurs von einem Cent pro Credit, ein Budget dafür und eine Aufräumrunde bei allen Flows, die aus Bequemlichkeit ein Premium-Modell benutzen, wo ein Basis-Modell reicht. Der Unterschied zwischen beiden liegt beim Faktor 100. Nicht bei 100 Prozent. Beim Faktor 100.
Worum geht es im Detail?
Die drei Cloud-Flow-Neuerungen der Release Wave 1
Fangen wir mit dem an, was tatsächlich ausgeliefert wurde. Flow Groups sind seit dem 30. Juli 2026 allgemein verfügbar und die erste ernstzunehmende Kostensenkung im Power-Automate-Lizenzmodell seit Jahren. Eine Process-Lizenz gibt dir 250.000 Aktionen pro Tag. Bisher klebte dieses Kontingent an genau einem Flow. Wenn dein Genehmigungsprozess davon 12.000 verbraucht hat, sind 238.000 Aktionen jede Nacht ungenutzt verfallen – und du hast trotzdem voll bezahlt. Mit Flow Groups teilen sich bis zu 25 Cloud Flows einen gemeinsamen Topf, und der Verbrauch wird gegen die Gruppensumme gemessen statt gegen den einzelnen Flow.
Die Bedingungen sind allerdings streng, und genau daran scheitern die meisten Erstversuche. Die Flows müssen lösungsfähig sein, also in einer Solution liegen. Wer seine Flows seit 2019 brav unter „Meine Flows“ ablegt, darf erst einmal migrieren. Untergeordnete Flows erben nichts: Wenn ein übergeordneter Flow in der Gruppe steckt und einen Child Flow aufruft, muss dieser separat als Mitglied hinzugefügt werden – und belegt dann einen der 25 Plätze. Stacking funktioniert innerhalb einer Gruppe nicht; wer mehr als 250.000 Aktionen pro Tag braucht, muss dem einzelnen Flow eine eigene Lizenz zuweisen. Und ein Flow kann immer nur in genau einer Gruppe sein, innerhalb genau einer Umgebung.
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✔ Tipp aus dem Feld Bilde die Gruppen entlang von Geschäftsprozessen, nicht entlang von Abteilungen. „Alle Flows der Kreditorenbuchhaltung“ ist eine gute Gruppe, weil die Lastspitzen korrelieren und du sie gemeinsam überwachen kannst. „Alle Flows, die Bernd gebaut hat“ ist eine schlechte Gruppe. Bernd wechselt nämlich irgendwann die Firma – warum das teuer wird, steht weiter unten. |
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Das zweite Element ist das überarbeitete Lizenz-Dashboard im Power Platform Admin Center, das im August 2026 allgemein verfügbar wird. Es bringt eine konsolidierte Ansicht über Benutzer- und Kapazitätslizenzen, zeigt die stärksten Verbraucher, Nutzungstrends und die tägliche Auslastung der Flow-Kapazität. Das klingt banal, ist aber ein echter Fortschritt: Der Verbrauch von Process- und anderen Kapazitätslizenzen war bisher nur auf Umgebungsebene sichtbar, nicht zentral. Dazu kommen Verwaltung für Process, Hosted Process und das Process-Mining-Add-on, Hinweise auf Benutzer ohne passende Lizenz oder über Kapazität sowie eine einzige Stelle für herunterladbare Nutzungsberichte. Wer bisher drei PowerShell-Skripte und eine Datei namens „Lizenzen_final_v7_wirklich_final.xlsx“ gepflegt hat, darf aufatmen.
Der dritte Punkt ist reine Ergonomie: Im neuen Cloud-Flow-Designer siehst du seit dem 30. Juni 2026 die Eigenschaftswerte mehrerer Schritte gleichzeitig inline, statt jeden Schritt einzeln aufklappen zu müssen. Wer schon einmal einen 180-Schritte-Flow debuggt hat, weiß, dass das etwa eine Arbeitswoche pro Jahr spart. Dazu kommen aus dem Wave-Plan noch Kapazitätsbenachrichtigungen und eine Selbstbedienungs-Wiederherstellung: Gelöschte Flows lassen sich als Besitzer oder Administrator selbst zurückholen, statt beim Support zu betteln.

Abbildung 1: Das tägliche Aktionsbudget hängt am Performance-Profil – und das hängt an der Lizenz des Flow-Besitzers.
AI Builder: mehr Fähigkeiten, neue Währung
Cloud Flows kommen auf zwei Wegen an KI: über die eingebauten AI-Builder-Aktionen und über die neuen, von Copilot Studio gespeisten Aktionen, mit denen du Agentenfähigkeiten direkt aus einem Flow heraus ansprichst. Umgekehrt kann Copilot Studio inzwischen Desktop Flows aufrufen, wenn ein Agent etwas präzise und schrittweise abarbeiten muss. Das ist die eigentliche architektonische Nachricht dieser Welle: Die Grenze zwischen Flow und Agent verschwimmt.
Und genau deshalb ändert Microsoft die Abrechnung. Bisher gab es zwei getrennte Welten mit zwei getrennten Währungen. Seit dem 1. November 2025 gilt ein Dual-Currency-Modell: Eine AI-Builder-Aktion in einem Cloud Flow versucht zuerst, AI-Builder-Credits zu verbrauchen. Sind keine da oder sind sie aufgebraucht, greift sie auf Copilot Credits zu. Sind auch die leer, wird der Lauf blockiert. Agent Flows dagegen kennen überhaupt keine AI-Builder-Credits – die zahlen immer und ausschließlich in Copilot Credits, dafür ohne eigene Nutzerlizenz.

Abbildung 2: Der Verbrauchspfad einer KI-Aktion – wer zuerst zahlt, wer nachrückt und wo der Lauf stirbt.
Der Auslaufplan ist unspektakulär formuliert und brutal in der Wirkung. Seit dem 1. November 2025 können Neukunden keine AI-Builder-Capacity-Add-ons mehr kaufen, und die AI-Builder-Testversionen sind eingestellt. Am 1. November 2026 kippt der Rest: Bestehende Add-ons lassen sich nicht mehr verlängern oder aufstocken, und die Seeded Credits werden aus den Premium-Lizenzen entfernt – für alle, auch für Kunden mit Enterprise Agreement. Wer einen Vertrag hat, der vor dem 1. November 2025 begonnen hat, behält seine Ansprüche für die volle Vertragslaufzeit. Alle anderen sind am Stichtag dran. Eine Umwandlung von AI-Builder-Credits in Copilot Credits gibt es nicht, auch keine anteilige.

Abbildung 3: Der offizielle Auslaufplan – und wo wir heute darin stehen.
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€ Die Kriegskasse: was das konkret kostet Ein Copilot Credit kostet bei Pay-as-you-go einen US-Cent. Daraus lässt sich alles andere ableiten. Dokumentenverarbeitung: 8 Credits pro Seite, also 0,08 US-Dollar. Zum Vergleich: mit dem alten AI-Builder-Add-on lagen dieselben Seiten bei rund 0,05 US-Dollar. Dieselbe Arbeit, gut 60 Prozent teurer. Prompt mit Basis-Modell: 0,1 Credits je 1.000 Token. Standard-Modell: 1,5. Premium-Modell: 10. Der Sprung vom Basis- zum Premium-Modell kostet dich also den Faktor 100 – für eine Aufgabe, die häufig „extrahiere die Rechnungsnummer“ heißt. Texterkennung und einfache Textanalyse liegen bei 0,1 Credits, Entitätenextraktion und Übersetzung bei 1,5. Visitenkartenleser und Vorhersagen bleiben kostenlos – der letzte Gratiskaffee im Haus. |
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Die Limits, an denen Optimierung wirklich hängt
„Optimiere deine Automatisierungen für höhere Effizienz“ steht in jedem Marketingtext. Was das praktisch bedeutet, steht in der Limits-Dokumentation, und die liest niemand. Jeder Flow bekommt ein Performance-Profil, und dieses Profil bestimmt das Aktionsbudget: Low erlaubt rund 10.000 Power-Platform-Anfragen pro 24 Stunden, Medium 200.000, High 500.000 und Unlimited Extended zehn Millionen. Entscheidend ist der eine Satz, der alles kaputt machen kann: Ein Flow benutzt den Plan seines Besitzers. Verlässt der Besitzer die Organisation, fällt der Flow auf Low zurück.
Gezählt wird dabei alles. Konnektor-Aktionen, HTTP-Aktionen, eingebaute Aktionen vom Initialisieren einer Variablen bis zum simplen Verfassen-Schritt. Erfolgreiche und fehlgeschlagene gleichermaßen. Wiederholungsversuche zählen mit. Seitenweise nachgeladene Daten zählen mit. Wer also einen Flow gebaut hat, der bei jedem Durchlauf sechs Variablen initialisiert, weil das mal jemand so gezeigt hat, verbrennt sein Budget im Leerlauf.
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⚠ Die drei Abschaltregeln, die dich nachts erwischen Ein Flow, dessen Trigger oder Aktionen dauerhaft fehlschlagen, wird nach 14 Tagen automatisch deaktiviert. Ein Flow, der dauerhaft gedrosselt wird, wird ebenfalls nach 14 Tagen deaktiviert. Drosselung ist also kein Dauerzustand, sondern eine Sterbephase mit Ansage. Ein Flow ohne Trigger-Aktivität wird nach 90 Tagen abgeschaltet – außer der Besitzer hat eine Premium- oder Kapazitätslizenz. Der Jahresabschluss-Flow, der nur einmal im Dezember läuft, ist also ein Kandidat für den stillen Tod im September. |
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Beim Schleifenbau gilt: Eine Apply-to-each-Schleife verarbeitet im Low-Profil maximal 5.000 Array-Elemente, in allen anderen Profilen 100.000. Dieselben Zahlen gelten für seitenweise abgerufene Ergebnisse. Die Parallelität einer Schleife steht standardmäßig auf 1 und lässt sich auf bis zu 50 hochsetzen – das ist der einzige Regler, der bei den meisten Flows sofort Wirkung zeigt. Vorsicht bei der Nebenläufigkeitssteuerung im Trigger: Einmal eingeschaltet, bekommst du sie nur wieder los, indem du den Trigger löschst und neu anlegst. Ein Flow darf maximal 500 Aktionen, 8 Verschachtelungsebenen und 250 Variablen haben, und Läufe werden 30 Tage aufbewahrt. Wer mehr braucht, baut untergeordnete Flows – die haben nebenbei auch ein eigenes Profil.
Was sind Chancen? Was sind Risiken?
Die größte Chance liegt paradoxerweise in der schlechten Nachricht. Die AI-Builder-Credits waren eine Blackbox: eine Zahl, die irgendwo in der Umgebung stand, monatlich zurücksprang und die niemand einer Fachabteilung zuordnen konnte. Copilot Credits sind eine echte Währung mit einem Preis, mit Pay-as-you-go-Zählern, mit Prepaid-Paketen, mit täglichem Verbrauchstracking pro Umgebung im Admin Center und mit Zuweisung auf Umgebungsebene. Zum ersten Mal kannst du einer Fachabteilung sagen, was ihre Rechnungsverarbeitung pro Monat kostet – und zwar auf zwei Nachkommastellen.
Chance Nummer zwei sind die Flow Groups. In einer typischen Umgebung mit 15 bis 20 prozesskritischen Flows, von denen jeder ein paar tausend Aktionen am Tag verbraucht, ersetzt eine einzige Process-Lizenz das, wofür vorher mehrere gekauft wurden. Das ist keine theoretische Ersparnis, das ist eine Zeile im nächsten Renewal-Gespräch. Chance Nummer drei ist das neue Dashboard, weil es die Frage „wer verbraucht hier eigentlich was“ zum ersten Mal ohne selbstgebautes Skript beantwortet.
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ℹ Praxisbeispiel aus einem Mittelstandsprojekt Ein Kunde verarbeitet monatlich rund 3.000 Eingangsrechnungsseiten mit kundenspezifischer Dokumentenverarbeitung. Alte Welt: 100 AI-Builder-Credits pro Seite, bezahlt aus Seeded Capacity – gefühlt kostenlos, weil in der Premium-Lizenz enthalten. Neue Welt ab November: 8 Copilot Credits pro Seite, also 24.000 Credits im Monat, also rund 240 US-Dollar. Pro Monat. Für eine Position, die im aktuellen Budget schlicht nicht existiert. Der Controller hat beim Termin nicht „das ist teuer“ gesagt. Er hat gesagt: „Das stand nirgends.“ Und damit hatte er recht. |
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Damit zu den Risiken, und das erste ist ein Kalenderrisiko. Der 1. November 2026 fällt auf einen Sonntag. Das heißt: Die Flows laufen am Wochenende gegen eine leere Kasse, die Meldungen landen in Postfächern, die erst am Montag gelesen werden, und dein Montagmorgen beginnt mit zwei Tagen unverarbeiteter Eingangspost. Der klassische Freitagsdeployment-Fehler, nur dass ihn diesmal Microsoft für dich terminiert hat.
Das zweite Risiko ist ein Messrisiko, und es ist tückisch. Der Verbrauch von AI-Builder-Credits wird regelmäßig berechnet, idealerweise täglich – aber die Berechnung kann sich um fünf Tage oder mehr verzögern. Bis dahin gilt die letzte Berechnung, und die sagt: alles im grünen Bereich. In dieser Zeit kannst du eine erhebliche Überziehung produzieren, die niemals in Rechnung gestellt wird. Klingt gut? Ist es nicht. Denn sobald die Berechnung nachläuft, werden die nächsten Läufe schlagartig blockiert. Der Kater kommt verspätet, aber er kommt – und er kommt gebündelt.
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⚠ Der teuerste Fehler, den man mit einem Prompt machen kann Ein Kunde hatte eine Prompt-Aktion mit Premium-Modell in einer Apply-to-each-Schleife über eine Tabelle mit 5.000 Zeilen. Rund 2.000 Token pro Durchlauf, macht 20 Copilot Credits pro Zeile, macht 100.000 Credits pro Flow-Lauf, macht 1.000 US-Dollar. In einem einzigen Lauf. Der Flow lief stündlich. Dasselbe mit einem Basis-Modell hätte zehn Dollar gekostet. Die Aufgabe war, eine Rechnungsnummer aus einem Betreff zu ziehen. Dafür braucht man kein Modell, das Sonette schreiben kann. Und ja: Wiederholungsversuche werden mitgezählt. Ein instabiler Konnektor kann deine Rechnung verdreifachen, ohne dass ein einziger Datensatz mehr verarbeitet wird. |
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Drittes Risiko: Governance-Drift. AI-Builder-Aktionen sind Premium-Konnektoren. Jeder Flow, der eine solche Aktion enthält, ist damit ein Premium-Flow und braucht entsprechende Lizenzierung – völlig unabhängig vom Credit-Verbrauch. Unter Pay-as-you-go kommt der Cloud-Flow-Zähler für Läufe obendrauf, getrennt von und zusätzlich zum Credit-Verbrauch. Zwei Zähler, zwei Rechnungen, ein Überraschungseffekt. Viertes Risiko, gern übersehen: Nicht verbrauchte Credits rollen nicht in den Folgemonat. Wer zu großzügig einkauft, verschenkt Geld genauso zuverlässig wie der, der zu knapp plant – nur leiser.
Was müssen wir jetzt schon vorbereiten?
Die folgende Reihenfolge hat sich in Projekten bewährt, weil sie mit Messen beginnt und nicht mit Kaufen. Wer zuerst kauft, kauft falsch.
Inventur bis Ende August: Alle Flows identifizieren, die AI-Builder-Aktionen oder Copilot-Studio-Aktionen enthalten. Das neue Lizenz-Dashboard im Power Platform Admin Center liefert ab August die konsolidierte Sicht inklusive herunterladbarer Berichte – nutze sie, bevor du eigene Skripte baust.
Verbrauch messen statt schätzen: Nimm einen vollen Kalendermonat als Basis. Der Verbrauch wird am Monatsersten zurückgesetzt, und nichts rollt in den Folgemonat. Ein Halbmonatswert täuscht systematisch zu niedrig.
In Copilot Credits umrechnen: Verwende die offizielle Ratentabelle, nicht die alten AI-Builder-Raten. Die Verhältnisse sind je Fähigkeit unterschiedlich – Dokumentenverarbeitung wird teurer, Texterkennung deutlich günstiger. Eine pauschale Hochrechnung ist wertlos.
Modell-Downgrade prüfen: Jede Prompt-Aktion daraufhin ansehen, ob wirklich ein Standard- oder Premium-Modell nötig ist. Der Wechsel auf ein Basis-Modell ist der mit Abstand größte Hebel und meist eine Sache von Minuten.
Budget beantragen, solange es noch ein Planungsthema ist: Copilot Credits gibt es als Pay-as-you-go-Zähler, als Vorabkauf und als Prepaid-Paket mit monatlicher Kapazität. Prepaid-Credits lassen sich einer Umgebung fest zuweisen oder auf Tenant-Ebene ungebunden lassen – die feste Zuweisung ist dein Schutz gegen den Testflow, der das Produktionsbudget frisst.
Flows in Lösungen bringen: Ohne Lösungsfähigkeit keine Flow Groups. Wer diese Migration ohnehin vor sich herschiebt, hat jetzt ein Argument mit Eurobetrag dahinter.
Besitzverhältnisse aufräumen: Jeder produktive Flow braucht einen Miteigentümer oder besser einen Dienstprinzipal als Besitzer. Sonst fällt er beim nächsten Austritt auf Low – und stirbt 14 Tage später den Drosselungstod.
Testlauf im Oktober: Entziehe einer Testumgebung die AI-Builder-Credits und schau zu, was passiert. Besser du erlebst die Blockade im Oktober kontrolliert als im November unkontrolliert.
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✔ Der Trick, den fast niemand nutzt Das Erstellen und Testen von Modellen und Prompts verbraucht weder AI-Builder- noch Copilot-Credits. Nur produktive Läufe in Flows, Apps, Agenten und Agent Flows kosten etwas. Du kannst also den kompletten Modellvergleich – Basis gegen Standard gegen Premium – kostenlos im Testmodus durchspielen, bevor du dich entscheidest. Nutze das. Es ist der einzige Teil dieses Themas, der gratis ist. |
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■ Was wir konkret anbieten würden Ein zweitägiger Assessment-Block: Tag 1 Inventur und Messung, Tag 2 Umrechnung, Modell-Downgrade-Kandidaten und Budgetvorlage für die Geschäftsführung. Ergebnis ist eine Zahl, die du im Renewal-Gespräch verteidigen kannst – und eine Liste von Flows, die vor dem 1. November abgeschaltet oder umgebaut gehören. |
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Häufig gestellte Fragen
Was passiert genau am 1. November 2026 mit meinen AI-Builder-Credits?
An diesem Tag werden die in Premium-Lizenzen enthaltenen Seeded Credits ersatzlos entfernt, und bestehende Capacity-Add-ons lassen sich weder verlängern noch neu kaufen. Bereits aktive Add-on-Verträge laufen bis zu ihrem Vertragsende weiter, danach ist Schluss. Eine automatische Umwandlung in Copilot Credits findet nicht statt.
Was kostet mich eine KI-Aktion nach der Umstellung ungefähr?
Ein Copilot Credit entspricht bei Pay-as-you-go einem US-Cent. Eine Seite Dokumentenverarbeitung kostet 8 Credits, also acht Cent; ein Prompt mit Basis-Modell 0,1 Credits je 1.000 Token, mit Premium-Modell dagegen 10 Credits je 1.000 Token. Die Wahl des Modells ist damit der größte Kostenhebel überhaupt.
Lohnt sich eine Flow Group für uns oder brauchen wir mehrere Process-Lizenzen?
Eine Flow Group lohnt sich, wenn du mehrere Flows hast, die einzeln deutlich unter 250.000 Aktionen pro Tag bleiben, denn genau dieses Kontingent teilen sich bis zu 25 lösungsfähige Cloud Flows. Braucht dagegen ein einzelner Flow mehr als 250.000 Aktionen täglich, musst du ihm eine eigene Lizenz zuweisen – Stacking funktioniert innerhalb einer Gruppe nicht.
Warum wird mein Flow gedrosselt, obwohl wir Premium-Lizenzen gekauft haben?
Ein Flow erbt das Performance-Profil seines Besitzers, nicht das des Anwenders oder der Umgebung. Ist der Besitzer ausgeschieden oder hat er nur eine Microsoft-365-Lizenz, läuft der Flow im Low-Profil mit rund 10.000 Aktionen pro Tag statt 200.000 – und wird nach 14 Tagen dauerhafter Drosselung automatisch abgeschaltet.
Müssen wir jetzt alle Cloud Flows auf Agent Flows umbauen?
Nein, und in den meisten Fällen wäre das der falsche Weg. Agent Flows sind für Szenarien gedacht, in denen ein Agent Aktionen auslöst; sie rechnen ausschließlich über Copilot Credits ab und brauchen dafür keine Nutzerlizenz. Deterministische Hintergrundprozesse wie nächtliche Datenabgleiche bleiben als klassische Cloud Flows günstiger und vor allem besser vorhersagbar.
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